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Das Small Talk-Thema des Tages 

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Small Talk-Themen – alle bisher erschienenen Ausgaben

Hier finden Sie alle bisher erschienenen Ausgaben unseres Newsletters „Das Small Talk-Thema des Tages“ für 2007:

2009 -  2008 -  2007 -  2006 -  2005

21. Dezember 2007Ein unfeierlicher Gast, der die Herzen der Polen gewann
Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst - diese Maxime des Dichters Matthias Claudius machte sich ein deutscher Schriftsteller bei seinem Besuch in Polen zu eigen. Heinrich Böll war Ende der Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch nicht die Berühmtheit, die er später einmal werden sollte, als er 1972 den Literatur-Nobelpreis erhielt. Doch er war auch kein Unbekannter. Seine polnischen Gastgeber - vor allem diejenigen vom Fach - waren gespannt auf das, was Böll zu erzählen hatte.
20. Dezember 2007Ein Moselstädtchen schreibt Geschichte
Das Städtchen erstreckt sich über gerade mal zehn Quadratkilometer. Auf 142 bis 302 Metern Höhe leben am Ufer und an den Hängen der Mosel knapp 1600 Menschen; das sind immerhin doppelt so viele wie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier, am Dreiländereck Luxemburg-Frankreich-Deutschland, trafen sich am 14. Juni 1985 die Vertreter dieser drei Staaten mit denjenigen Belgiens und der Niederlande:
19. Dezember 2007Ein Mythos aus 167 Kugeln
Sie kam aus Texas und war ein braves Mädchen: gut in der Schule, vernarrt in Bücher, seit der Sandkastenzeit mit ihrem späteren Mann befreundet. Doch der machte sie nicht glücklich, wurde straffällig und landete im Gefängnis. In dieser Zeit lernte sie einen anderen kennen: Auch der kam aus Texas - und war noch krimineller als ihr Gatte.
18. Dezember 2007Wie lebt es sich im Exil?
Den heutigen Newsletter möchte ich der Leserin widmen, die vermutlich am weitesten entfernt vom Redaktionssitz Bonn wohnt. Sie heißt Maria Glock. Vor 45 Jahren wanderte sie nach Amerika aus. Als sie in New York ankam, lebte dort noch einer meiner Lieblingsschriftsteller: Oskar Maria Graf. Dessen Exil war nicht selbst gewählt, sondern durch die Flucht vor den Nationalsozialisten bedingt.
17. Dezember 2007Melden Sie Harold Holt, wenn er selbst es nicht tut!
Kennen Sie Harold Holt? Nein? Dann kann ich mir die nächste Frage ja sparen. Sie hätte gelautet: Wissen Sie, wo er sich aufhält? Warum frage ich Sie das eigentlich? Nun, Harold Holt ging spazieren. Das tat er jedes Wochenende, so auch am 17. Dezember, einem schönen Sommertag. Es war wirklich ein Sommertag, denn Harold Holt lebte in Australien, und in Australien ist am 17. Dezember Hochsommer. Seine Spaziergänge unternahm Holt immer in Begleitung:
14. Dezember 2007Die drittälteste U-Bahn der Welt
Die älteste U-Bahn der Welt fährt in London. Danach bekam Ungarns Hauptstadt Budapest ein unterirdisches Streckennetz verpasst. Wer aber ist die dritte Stadt in dieser illustren Reihe? Heute vor 111 Jahren war es so weit:
13. Dezember 2007Ein schöner Brauch aus Schweden
'Lucia firas den 13. december och markerar tillsammans med advent inledningen på julfirandet', weiß das schwedische Wikipedia zu berichten: Die Schweden haben außer den vier Adventssonntagen ein weiteres Fest, welches die Weihnachtszeit einleitet: das der Heiligen Lucia. Es war ein langer Weg, bis die Heilige Lucia von Syrakus zur Namenspatronin eines nationalen Brauchs in einem protestantischen Land wurde. Einen entscheidenden Impuls gab die Zeitung Stockholms Dagblad, als sie 1927 eine Luciakönigin wählen ließ.
12. Dezember 2007Wo Sie heute zwei alte Bekannte treffen können
Nur ganz aufmerksame Leser werden sich an den Namen Karl-Markus Gauß erinnern können. Wir hatten den Salzburger Schriftsteller in Zusammenhang mit seinem Werk 'Die Hundeesser von Svinia' kurz erwähnt (siehe unseren Newsletter vom 11. April 2006). Das Buch handelt übrigens von der Minderheit der Roma und ihrem harten Leben im Osten der Slowakei - und gehört zu den besten Sachbüchern, die ich je gelesen habe. Nicht minder fesselnd Gauß Reportagen über 'Die sterbenden Europäer' und 'Die versprengten Deutschen'.
11. Dezember 2007Nicht nur mitreden beim Thema Klima
Früher schauten die Menschen gebannt auf den Wetterbericht. Heute ist es eher der Klimabericht, der sie interessiert. Und der sieht genau zehn Jahre nach Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls nicht gut aus: Elf der letzten zwölf Jahre gehörten zu den wärmsten seit Beginn der Messungen 1850. Die Meeresspiegel steigen in diesem Jahrhundert mindestens um 18, vielleicht sogar um 59 Zentimeter; die Jahresdurchschnittstemperaturen um bis zu 6,4 Grad Celsius. Würden letztere nur um die Hälfte anwachsen, wäre immer noch ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Wetterextreme nehmen zu:
10. Dezember 2007Heute werden die Nobelpreise überreicht
Darf ich Sie zu einem kleinen Ratespiel einladen? Heute werden in Stockholm die Nobelpreise überreicht, deren Träger seit zwei Monaten bekannt sind. Erinnern Sie sich noch an einige Namen? Im Bereich Medizin wurden die US-Forscher Mario Capecchi und Oliver Smithies sowie ihr britischer Kollege Martin Evans ausgezeichnet, Ihnen gelang es, bei Mäusen im Labor Gene auszuschalten, die für Erbkrankheiten verantwortlich sind. Für ihre Verdienste bei der Erweiterung der Kapazität von Festplatten erhielten der Deutsche Peter Grünberg und der Franzose Albert Fert den Physik-Nobelpreis. Ein weiterer Deutscher war in der Sparte Chemie erfolgreich:
7. Dezember 2007Carlos der Trinker und der sonderbare Zaza
Heute begehen die Amerikaner den Pearl-Harbor-Day zum Gedenken an den Angriff japanischer Flieger im Jahr 1941 (siehe unseren Newsletter vom 7. Dezember 2006). Nicht mit Düsen-, sondern mit Korbjägern befasst sich unsere heutige Ausgabe:
6. Dezember 2007Verantwortungsvoller Umgang mit Büchern
Ein Mann liest ein Buch, ärgert sich und wirft es in die Mülltonne. Kommt Ihnen ein solches Szenario bekannt vor? Seit einiger Zeit gibt es einen Weg, der Büchern zumindest das dritte Glied der eingangs beschriebenen Handlungskette erspart:
5. Dezember 2007Spendabler Schmutzli, kreuzbrave Klausjäger
Im westlichen unserer beiden alpinen Nachbarländer - das wissen treue Leserinnen und Leser unseres Newsletters - hört der Nikolaus auf den Namen Samichlaus; der Assistent des Weißbärtigen wird Schmutzli genannt. Diese Nacht treten sie wieder in Aktion. In der schönen Stadt Küssnacht am Rigi - diese wiederum ist den Schiller-Kundigen unter der Leserschaft bekannt - werden der Samichlaus und sein Gehilfe von einer Horde junger Burschen begleitet, die sich Klausjäger nennen.
4. Dezember 2007Verflucht! Verflucht! Verflucht!
Heute vor 444 Jahren fand das Konzil von Trient seinen Abschluss. Die Veranstaltung in der Kathedrale der oberitalienischen Stadt endete damit, dass sechs Kardinäle, drei Patriarchen, 25 Erzbischöfe, 169 Bischöfe, sieben Ordensgeneräle und 19 Prokuratoren der römisch-katholischen Kirche sich von ihren Sitzen erhoben und "Verflucht! Verflucht! Verflucht!" riefen.
3. Dezember 2007Der erste Mensch mit fremdem Herzen
Audienz beim Papst, Empfang beim US-Präsidenten Lyndon B. Johnson, Affäre mit dem italienischen Leinwandstar Gina Lollobrigida: Christiaan Barnard wurde herumgereicht wie ein Popstar. Dabei hatte der Südafrikaner nur etwas vollbracht, was bis dahin allenfalls im Kollegen- und Wissenschaftlerkreis Anerkennung fand:
30. November 2007Wer wird Gegner der deutschen Elf?
Am Sonntag wird in Luzern die EM-Endrunde ausgelost. Alle Fußballfans sind gespannt, mit welchen Gegnern es die deutsche Elf im Juni 2008 zu tun haben wird. Doch ganz so spannend ist die Ziehung nicht. Es sind bereits vier Lostöpfe mit jeweils vier Ländern vorbereitet, die nicht aufeinandertreffen können. Entscheidend für die Einordnung war der so genannte UEFA-Koeffizient:
29. November 2007Ein neuer Politikertyp
'Es gibt Wichtigeres im Leben', meinte Mahatma Gandhi, 'als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.' Der indische Friedens- und Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi diente, bis auf eine Ausnahme, als Vorbild für eine deutsche Pazifistin, die heute ihren 60. Geburtstag gefeiert hätte:
28. November 2007Ein Mann unter Einfluss
Schon als Kind hatte er Visionen. Die ihm erschienen Engel und Propheten verarbeitete er in Zeichnungen und Gedichten. Seine Eltern, tolerante und der Staatskirche gegenüber kritisch eingestellte Protestanten, unternahmen nichts gegen seine leicht erregbare Phantasie und ließen ihn gewähren. Er durfte zu einem Kupferstecher in die Lehre gehen und später an der Königlichen Kunstakademie studieren. Das junge Genie enttäuschte seine Förderer nicht:
27. November 2007Die Tücken des Mausoleums
Vor zwei Wochen wurde in Ramallah das Mausoleum für Yassir Arafat eingeweiht. Damit erwies man dem ein Jahr zuvor verstorbenen Palästinenserführer dieselbe Ehre wie Lenin, Josip Tito, Mao Tsedong, Ho Chi Minh oder Che Guevara. Doch nicht nur Kommunisten haben sich auf diese Weise verewigen lassen. Zum Sarkophag des Reggae-Musikers Bob Marley können Sie nach Jamaika pilgern, zur Königin Luise von Preußen haben Sie es nicht ganz so weit:
26. November 2007Eine Investition, die sich ausgezahlt hat
Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen: Diese Erkenntnis stammt aus dem 18. Jahrhundert; der Satz wird Benjamin Franklin - Forscher, Erfinder und Mitunterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung - zugeschrieben. Im 17. Jahrhundert, als es die USA noch gar nicht gab, hatte ein in London geborener Landsmann Franklins Erkenntnis bereits in die Tat umgesetzt:
23. November 2007Weshalb das Dörfchen Oberailsfeld einen Besuch lohnt
Kennen Sie Oberailsfeld? Das ist ein kleines Dorf mitten in der Fränkischen Schweiz. Es liegt ganz nett am Flüsschen Wiesent und ist umgeben von niedlichen Felsen, die aber längst nicht so bizarr aussehen wie die Kalksteingebilde in den bekannteren Orten Tüchersfeld oder Pottenstein. Den Reiz des Ortes macht eine kleine Brauerei mit angeschlossener Gaststätte aus. In der Held Bräu wird eines der 100 besten Biere der Welt hergestellt und ausgeschenkt: das dunkle "altfränkische Bauernbier".
22. November 2007Ein Ort, an dem man gerne übernachtet
Morgen wird in diesem Newsletter über das Örtchen Oberailsfeld in der Fränkischen Schweiz und seine größte Attraktion berichtet werden. Nur so viel sei verraten: Es handelt sich um eine Gaststätte. Mit demselben Gewerbe hat die Empfehlung zu tun, die ich Ihnen heute gebe: ein Besuch der schönen Stadt Nürnberg. Die alte Reichsmetropole ist bekanntlich nicht weit von Oberailsfeld entfernt - und weist so viele Sehenswürdigkeiten auf, dass ich sie nicht einzeln zu erwähnen brauche. Da stellt sich nach einem langen Tag voller Besichtigungen nur eine Frage:
21. November 2007Draußen vor der Tür
'Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will' - so lautete der Untertitel des Dramas 'Draußen vor der Tür' von Wolfgang Borchert. Es handelt vom Kriegsheimkehrer Beckmann. Der hat seine Kniescheibe in Russland verloren und humpelt durch ein noch nicht wiederaufgebautes Hamburg, dessen Bewohner mit einem lebenden Mahnmal wie dem versehrten Ex-Soldaten nichts anfangen können. Oder wollen.
20. November 2007Der erste große Streik in Deutschland
Das Wort 'Streik' kommt aus dem Englischen: 'to strike work' bedeutet, die Arbeit niederlegen. Von einem Streik ist bei uns erst dann die Rede, wenn eine Belegschaft in große Zahl die Arbeit niederlegt. Dies geschah in Deutschland erstmalig heute vor 111 Jahren:
19. November 2007Auf der Suche nach einer sauberen Toilette
Wenn Sie die Buchstaben des Wortes 'Klosett' leicht umstellen, erhalten Sie als Anagramm den 'Klotest'. Einen solchen gibt es wirklich. Davon können Sie sich im Internet unter www.klotest.de überzeugen. Laut Eigenwerbung sieht sich die Website als bundesweite Toilettensuchmaschine und verspricht: 'Wer sich über die Standorte und Beschaffenheiten von Klos informieren will, gibt einfach seinen speziellen Klosuchbegriff ein und schon erscheint die ganze Sache. Ruckzuck hat man auf seinem PC eine Hitliste von neutral getesteten Toiletten.'
16. November 2007Der 46. Staat der Union
Heute vor 100 Jahren wurde Oklahoma in den Rang eines US-Bundesstaates erhoben. Bis dahin besaß das Land nur den Status eines Territoriums, das man wegen seiner Reizlosigkeit gerne den Indianern überließ. Zum Zeitpunkt der Eingliederung 1907 hatte Oklahoma - immerhin mehr als halb so groß wie unsere heutige Bundesrepublik - gerade mal eine Million Einwohner. Im letzten Jahrhundert zeichneten mehrere Dürreperioden das geografisch ziemlich in der Mitte der USA gelegene Gebiet.
15. November 2007Ein schlechter Ratgeber
In diesem Newsletter ist häufig vom Elch die Rede. Kein Wunder, handelt es sich doch um das Tier des Jahres 2007. Doch auch andere Vierbeiner sollen hier nicht zu kurz kommen, nur weil sie zwei Meter fünfzig kleiner als unser Großpaarhufer sind, dafür aber gleich große Ohren und einiges mehr an Intelligenz aufweisen. Zum letzten Mal wurden Kaninchen am 24. April positiv erwähnt. Heute kommen sie nicht ganz so gut weg.
14. November 2007Den Kopf in der Suppenschüssel, das Pferd auf dem Arm
Erinnern Sie sich noch an Michel aus Lönneberga, der den Kopf in die Suppenschüssel steckte und ihn nicht mehr herausbekam? Oder an Pippi Langstrumpf, die so stark war, dass sie locker mit einem Arm Lilla Gubben stemmen konnte? Lilla Gubben war ein schwarz-weiß gepunktetes Pferd, das zusammen mit Pippi und einem Totenkopfäffchen namens Herrn Nilsson die Dreier-WG in der Villa Kunterbunt bildete. Das waren aber nicht die einzigen Romanfiguren, die Astrid Lindgren erfand.
13. November 2007Schlecht beraten im Small Talk
Kennen Sie David Cameron? Nein? Da geht es Ihnen wie so vielen Briten. Dabei ist Cameron Chef der zweitgrößten Partei Großbritanniens. Die befindet sich seit mehr als einem Jahrzehnt in der Opposition und dümpelt nach kurzem Zwischenhoch in den Umfragen längst wieder vor sich hin. Höchste Zeit also, etwas fürs Image zu tun, dachte sich Cameron - und tat, was jeder Politiker in einer solchen Situation tut:
12. November 2007Ende einer Erfolgsgeschichte
'Das hatte Wien, die Kaiserstadt, noch nicht erlebt', schreibt Franz Werfel im 14. Kapitel seines Romans 'Barbara oder die Frömmigkeit'. Tatsächlich war Wien an diesem 12. November 1918 die längste Zeit eine Kaiserstadt gewesen; und dieser Newsletter, der vor drei Tagen an das Ende der deutschen Monarchie erinnerte, ist seinen österreichischen Lesern diesen Nachtrag noch schuldig. Nach sechs glanzvollen Jahrhunderten war die Erfolgsgeschichte der Habsburger Herrscher an jenem 12. November zu Ende.
09. November 2007Als Deutschland Republik wurde
Der 9. November ist der Tag, an dem in der deutschen Geschichte zahlreiche wichtige Ereignisse stattfanden (siehe unseren Newsletter vom 9. November 2006). Heute möchte ich an den 9. November 1918 erinnern. Damals verzichtete der Kaiser des Deutschen Reiches und König von Preußen, Wilhelm II., auf seinen Thron. Es blieb ihm auch nichts anderes übrig, zumal auf dem Berliner Schloss bereits die rote Fahne wehte.
8. November 2007Der Präsident im Rollstuhl
Franklin Delano Roosevelt wurde viermal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Das ist Rekord. Vermutlich einer für die Ewigkeit, denn einem US-Präsidenten stehen seit 1951 laut Verfassung (siehe unseren Newsletter vom 30. Januar) nur zwei Amtszeiten zu. Im Zweiten Weltkrieg wurde eine Ausnahme gemacht; in diese Zeit fielen die Wahlen von 1940 und 1944. Der schwierigste Urnengang für den Demokraten Roosevelt war aber der von 1936:
7. November 2007494 ccm groß, 18 PS stark, 90 km/h schnell
Seine Karosserie bestand zum größten Teil aus Plastik. Angetrieben wurde er durch einen 494 Kubikzentimeter großen, 18 PS starken Motor. Da dieser ein Zweitakter mit zwei Zylindern war, wurde der Wagen nicht mit normalem Benzin betankt, sondern mit einem Gemisch. Auf den ersten Metern knatterte das mausgraue Gefährt erbärmlich. War der Motor erstmal warmgelaufen, schaffte das Autochen respektable 90, manchmal sogar 100 Stundenkilometer.
6. November 2007Ein Film, der lange Zeit verboten war
'Endlich kommt er ins Fernsehen', jubelte Spiegel online, und fügte hinzu: '- zum Glück'. Das üblicherweise nicht für euphorische Berichterstattung bekannte Nachrichtenmagazin setzte sogar noch eins drauf: 'Der Film ist Qualitätsfernsehen erster Güte und ein zutiefst bewegendes Plädoyer für Menschlichkeit.' Die Rede ist vom TV-Zweiteiler 'Contergan'. Was ist so Besonderes daran?
5. November 2007Mehr als Dracula und Walachei
Anfang des Jahres traten Bulgarien und Rumänien als 26. beziehungsweise 27. Land der Europäischen Union bei. Doch immer noch sind beide Staaten für den Durchschnitts-EU-Bürger die großen Unbekannten. Schade eigentlich, denn das rumänische Sibiu als europäische Kulturhauptstadt 2007 (siehe unseren Newsletter vom 20. Dezember 2006) liefert einen guten Grund, mal dorthin zu fahren. Wenn Sie sich vorher noch rasch informieren wollen, hätte ich eine prima Empfehlung für Sie:
2. November 2007Das Geschlecht der Mühseligen und Beladenen
Männer ernähren sich ungesünder als Frauen. Daher sterben sie im Schnitt sieben Jahre früher. Männer haben auch häufiger Krebs. Trotzdem gehen sie seltener zum Arzt. Und reklamieren für sich immer noch, sie seien das starke Geschlecht. Was kann ihnen da noch helfen? Vielleicht der Welttag des Mannes, der morgen begangen wird. Dazu aufgerufen haben die Gorbatschow-Stiftung, die Stadt Wien und die österreichische Sektion der Vereinten Nationen. Hintergrund:
31. Oktober 2007Ein Rezept, reich zu werden
Heute feiern die evangelischen Christen in unseren überwiegend protestantischen Bundesländern ihr Reformationsfest (siehe unseren Newsletter vom 31. Oktober 2005). In den angelsächsischen Staaten beherrschen ab Einbruch der Dunkelheit die Geister die Straßen und feiern bis in den frühen Morgen hinein Halloween. Auch darüber hat dieser Newsletter bereits berichtet (in der Ausgabe vom 28. Oktober 2005). Noch weitere Verbreitung hat der Weltspartag. Der findet immer am letzten Werktag im Oktober statt. Beschlossen wurde er 1924 in Mailand von Sparkassen aus 29 Staaten:
30. Oktober 2007Wenn jahrelang verhandelt wird
Sicher haben Sie schon mal die Abkürzung GATT gehört. Sie steht für General Agreement on Tariffs and Trade. Das allgemeine Zoll- und Handelsabkommen wurde heute vor 60 Jahren von 23 Staaten in Genf unterzeichnet. Sein Ziel war es, Schritt für Schritt Zölle und Handelshemmnisse abzubauen. Später wurde dann die Welthandelsorganisation (WTO) gegründet, deren Mitglieder dem GATT beitreten müssen. Die erste Verhandlung in Genf 1947 war ein Erfolg:
29. Oktober 2007Die schärfsten Kritiker der Elche
„Herr Elch ist groß, sein Hirn ist klein, und sein Verhalten sehr gemein“: Bei Ihnen, der oder die Sie unseren Newsletter regelmäßig lesen, würde ein solcher Vers vermutlich gnadenlos durchfallen. Deshalb ist er auch nie veröffentlicht worden. Widerlegt worden ist sein Verfasser zudem durch jüngste wissenschaftliche Untersuchungen:
26. Oktober 2007Weiße Sklaven bauen in Afrika eine Hauptstadt
Es war einmal ein Königreich, das Großmacht werden wollte. Großmacht wird man dadurch, dass man andere unterwirft. Also suchten sich der König und seine Regierung schwächere Länder aus, die leicht zu erobern waren. Anfangs klappte das auch ganz gut. Ende des 19. Jahrhunderts warteten nämlich zahlreiche Völker auf dem großen afrikanischen Kontinent nur darauf, kolonialisiert zu werden. Eines dieser Opfer sollte Äthiopien sein. Leider hatten die Äthiopier aus Eroberersicht einen entscheidenden Nachteil:
25. Oktober 2007Schlepping durch die Alpen
Ein aufmerksamer Leser dieses Newsletters machte mich darauf aufmerksam, dass es Bücher nicht nur in Büchereien gibt. Nein, man kann sie auch im Laden kaufen, und für den Gang in die Buchhandlung möchte ich Ihnen heute einen ähnlich guten Grund liefern wie gestern für den Besuch einer Bibliothek. Er heißt „Schlepping durch die Alpen“. Was stellen Sie sich wohl unter einem solchen Titel vor?
24. Oktober 2007Ein Mensch, der fast immer übersehen wurde
Heute wird bei uns der Tag der Bibliotheken begangen. Erstmals hatte ihn der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker vor zwölf Jahren ausgerufen. Wann haben Sie sich eigentlich das letzte Mal ein Buch ausgeliehen? Falls Sie dies nachholen und eine Bibliothek aufsuchen möchten, kann ich Ihnen einen vernünftigen Grund liefern:
23. Oktober 2007Der Vater des Sicherheitsstreichholzes
Streichhölzer werden im Zeitalter des Feuerzeugs fast nur noch für Rätselaufgaben benutzt. Das war einmal anders. Die Geschichte des Zündholzes beginnt in China, wo bereits um die erste nachchristliche Jahrtausendwende getränkte Kieferstäbchen als Feuerspender im Einsatz waren. Streichhölzer, wie wir sie kennen, konnten erst nach der Entdeckung des weißen Phosphors und des Kaliumchlorats hergestellt werden.
22. Oktober 2007Wenn Züge zu spät bremsen
Über Unglücksfälle zu berichten ist normalerweise nicht Sache dieses Newsletters. Heute machen wir eine Ausnahme - zumal die Katastrophe vom 22. Oktober 1895 recht glimpflich ausging. Sie wurde sogar auf Postern verewigt (eines davon hängt in meiner Lieblingskneipe in Bonn, die passenderweise 'Südbahnhof' heißt). Darauf ist eine Dampflokomotive zu sehen, die eine Außenwand des Bahnhofs Montparnasse durchbrochen hat:
19. Oktober 2007Schwarzer Oktober?
'Der Oktober ist einer der besonders gefährlichen Monate, um mit Wertpapieren zu spekulieren', sagte der amerikanische Spötter Mark Twain - um seine Aussage gleich darauf zu relativieren: 'Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar.' Tatsächlich hat der Oktober den Ruf, besonders viele Crashs an den Wertpapiermärkten hervorzubringen.
18. Oktober 2007100 Jahre Joghurt
Wenn Sie regelmäßig diesen Newsletter lesen, wissen Sie, dass der Joghurt von niemand Geringerem als Jára Cimrman (siehe Ausgabe vom 12. Oktober) erfunden wurde. Auf einer Balkanreise hatte der tschechische Universalgelehrte sich über die rüstigen bulgarischen Bauern gewundert, denen selbst im neunten Lebensjahrzehnt jede Anzeichen von Müdigkeit fremd waren.
17. Oktober 2007Protestant und Bayer – auch das hat Tradition
Die Bayern sind bekanntlich ein sehr katholisches Völkchen. Doch ausgerechnet in der drittgrößten Stadt unseres größten Bundeslandes wurde im Jahr 1555 der Ausgsburger Religionsfriede unterzeichnet. Darin hieß es 'cuius regio, eius religio':
16. Oktober 2007Günter Grass zum 80.
'Es war einmal ein Spielzeughändler, der hieß Sigismund Markus und verkaufte unter anderem auch weißrot gelackte Blechtrommeln. Oskar... war der Hauptabnehmer dieser Blechtrommeln, weil er von Beruf Blechtrommler war und ohne Blechtrommel nicht leben konnte und wollte':
15. Oktober 2007Wenn Künstler sich nicht von ihren Werken trennen können
In der Psychologie bezeichnet das Cardillac-Syndrom die krankhafte Unfähigkeit eines Künstlers, sich nicht von seinen Werken trennen zu können. Die Bezeichnung geht zurück auf den Pariser Goldschmied René Cardillac, der wohlhabenden Bürgern seinen Schmuck verkaufte, später aber mit Gewalt die von ihm gefertigten Stücke wieder an sich riss.
12. Oktober 2007Der Erfinder der Glühbirne, des Joghurts und des Panamakanals
Würde in unserem Nachbarland Tschechien der größte Landsmann gesucht, würde man auf den Plätzen 1 bis 3 den Kaiser Karl IV., den Republikgründer Tomáš Masaryk und den ersten frei gewählten Staatspräsidenten Václav Havel vermuten. Fast war es so - hätte nicht ein noch berühmterer Tscheche dem Trio den Sieg vor der Nase weggeschnappt: Jára Cimrman.
11. Oktober 2007Happy Birthday, Mörtel!
Seinen Spitznamen Mörtel erhielt er, weil er durch seine rege Bautätigkeit zu Geld und Ansehen gekommen war. Zuerst renovierte er Altbauten und ließ neue Tankstellen bauen, dann begab er sich an Bürohochhäuser, die er zwecks Gewinnmaximierung mit großflächigen Tiefgaragen ausstattete: Richard Lugner
10. Oktober 2007Der Revolutionär, der im Kitsch endete
Wie kitschig es sich anhören kann, wenn in Deutschland lateinamerikanische Revolutionäre verklärt werden, lesen Sie in diesem Beitrag. Der argentinische Arzt Ernesto Guevara de la Serna hatte Fidel Castro geholfen, aus Kuba den rechten Diktator Fulgencio Batista zu verjagen.
9. Oktober 2007Eine Welt, aus eigenem Geist erschaffen
Von den vielen Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern sich aus eigenem Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte fand Hermann Hesse, Literatur-Nobelpreisträger von 1946. Eine Welt für sich bietet ab morgen fünf Tage lang wieder die Frankfurter Buchmesse.
8. Oktober 2007Ein Schaf im Schafspelz
Von seinem Amtsvorgänger Winston Churchill wurde Clement Attlee einmal als Schaf im Schafspelz bezeichnet. Das lag weniger an Attlees mangelnder Intelligenz als an der Tatsache, dass sein konservativer Widersacher ein recht loses Mundwerk besaß: Im Gegensatz zu Churchills vernichtendem Urteil muss Attlee sogar zu den großen britischen Premierministern des 20. Jahrhunderts gerechnet werden.
5. Oktober 2007Probestunden gratis
Anno 1902 gab ein arbeitsloser 23-jähriger Physiklehrer im Berner Stadtanzeiger unter der Rubrik 'Vermischtes' eine Annonce auf. Darin pries er sich als Privatlehrer an. Für den Fall, dass jemand seinen Fähigkeiten nicht so recht vertraute, offerierte er Probestunden sogar gratis. Schon vor hundert Jahren schien es den Pädagogen schlecht zu gehen, sodass sie sich nicht selten anderweitig verdingen mussten. Manchmal waren sie dabei erfolgreich, wie ein geflügeltes Wort aus unserem Parlament suggeriert:
4. Oktober 2007Der Schutzpatron der Tiere
Lange nichts mehr vom Elch gehört, finden Sie nicht? Das kann nur positiv sein: Bedeutet das Schweigen in diesem Zusammenhang doch nichts anderes, als dass es in letzter Zeit zu keiner größeren Kollision zwischen Verkehrsmittel und dem Tier des Jahres 2007 gekommen ist.
2. Oktober 2007Der einzige durch ein Bundesgesetz festgelegte Feiertag
Der morgige Feiertag - an dem unser Newsletter nicht erscheint - ist in Deutschland der jüngste seinesgleichen. Der Gedenktag zur Wiedervereinigung der beiden so lange getrennten deutschen Staaten wurde am 22. August 1990 beschlossen. Bis dahin hatte die Bundesrepublik den 17. Juni - den Tag des Volksaufstands in Ostdeutschland - und die DDR den 7. Oktober - den Tag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik - als Nationalfeiertag begangen.
1. Oktober 2007Der Unterschied zwischen Fleischessern und Vegetariern
George Bernard Shaw war strenger Vegetarier und sehr schlank. Sein Schriftstellerkollege Gilbert Keith Chesterton liebte gute Speisen und einen edlen Tropfen. Er war mehr als vollschlank. 'Mein lieber Chesterton', sagte Shaw einmal, 'wo die Natur so viel auf den Bauch verwendet hat, kann für den Kopf doch nicht viel übrig geblieben sein!' - 'Irrtum', erwiderte Chesterton und trank einen Schluck Wein, 'wir Menschen sind wie der Alkohol: In einem großen, runden Fass reift der Geist am besten!' Warum ich Ihnen diese Geschichte erzähle?
28. September 2007Kaffee, Kakao und kluge Sprüche
Woher der Kaffee stammt, hatten wir Ihnen bereits in unserem Newsletter vom 1. August 2006 erklärt. Heute, am Tag des Kaffees, möchte ich einen aktuelleren Bezug nehmen. 146 Liter der braunen Brühe konsumieren die Deutschen jährlich. Damit ist Kaffee hierzulande das beliebteste Getränk - noch vor Wasser oder Bier. Logisch, dass der Deutsche Kaffeeverband den 28. September nutzt, um auf die Beliebtheit des anregenden Heißgetränks hinzuweisen. 'Tauchen Sie ein in die Welt der Bohne'
27. September 2007Verantwortungsvoller Tourismus
'Mein Hobby ist der Tourismus': Einen solchen Satz würden Sie wohl kaum über die Lippen bringen. Vermutlich würden Sie nur sagen: 'Ich reise gern'. Zu negativ behaftet ist der Begriff 'Tourismus'; das wurde auch schon in diesem Newsletter deutlich (siehe etwa die Beiträge vom 13. Februar dieses oder vom 27. September des letzten Jahres). Die UNO würde ihn gerne von seinem schlechten Image befreien und veranstaltet daher jährlich zum heutigen Datum den Welttourismustag. Assistiert werden die Vereinten Nationen von höchster katholischer Stelle:
26. September 2007Altes Gold für junge Zähne
Gestern wurde an dieser Stelle reichlich über Zahnärzte gelästert. Da ist es heute an der Zeit, etwas Gutes über die Weißkittel zu schreiben. Sie stammen alle aus der Kasseler Gegend und haben ein Herz für sozial benachteiligte Kinder. Dort sammelt der Verein ZPH - die Abkürzung steht für 'Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not' - alte Goldkronen.
25. September 2007Ein Taschenspieler, der immer reicher wird
'Der Zahnarzt', befand der amerikanische Satiriker und Schriftsteller Ambrose Bierce, 'ist ein Taschenspieler: Während er Metall in deinen Mund hineinsteckt, zieht er Münzen aus deiner Tasche heraus.' Damit es nicht so weit kommt, haben Krankenkassen, Landesarbeitsgemeinschaften und Gesundheitsämter den Tag der Zahngesundheit ins Leben gerufen. Heute ist es wieder so weit. Unter dem Motto 'Gesund beginnt im Mund - auch unsere Zähne leben länger' finden heute eine bundesweite Hygiene-Kampagne statt.
24. September 2007Verteidigung der Wölfe
'Der Mensch ist des Menschen Wolf': Mit diesem Satz umschrieb der Philosoph Thomas Hobbes den Naturzustand des Menschen. Hobbes hatte gerade den fürchterlichen Bürgerkrieg im England des 17. Jahrhunderts erlebt, in dessen Verlauf Charles I. einen Kopf kürzer gemacht wurde. Seitdem hat es auf der Insel nie mehr einen König dieses Namens gegeben. Doch zurück zu unserem Philosophen:
21. September 2007Krieg statt Frieden
Eine friedensfähige Gesellschaft wäre eine Gesellschaft, die ohne Feindbilder auskommt. Dieser Überzeugung war der Schweizer Schriftsteller Max Frisch, und seine Worte gäben ein ideales Motto zur Begehung des heutigen Weltfriedenstages der Vereinten Nationen ab. Leider musste Frisch seinen Satz im Konjunktiv formulieren, und auch der Wunsch der UNO, der Gedenktag 'soll genützt werden, um die Idee des Friedens sowohl innerhalb der Länder und Völker als auch zwischen ihnen zu beobachten und zu stärken', bleibt ein frommer.
20. September 2007Das falsche Gewicht
'Es war einmal im Bezirk Zlotogrod ein Eichmeister, der hieß Anselm Eibenschütz. Seine Aufgabe bestand darin, die Maße und die Gewichte der Kaufleute im ganzen Bezirk zu prüfen. In bestimmten Zeiträumen geht Eibenschütz also von einem Laden zum andren und untersucht die Ellen und die Waagen und die Gewichte.' So beginnt eine Erzählung Joseph Roths, und tatsächlich sind im Österreich der Kaiserzeit, wie der Buchtitel nahelegt, zahlreiche Gewichte falsch. In betrügerischer Absicht wurde an ihnen manipuliert, sodass die Kaufleute durch die falsche Angabe ihren Gewinn steigern konnten. Wer aber legt fest, welche Gewichte richtig und welche falsch sind?
19. September 2007Ein großer Moment des Sports und eine Sternstunde des Lebens
Sie stand immer ein wenig im Schatten ihres Mannes, der wie sie große Erfolge in der Leichtathletik feierte: Emil Zátopek gewann bei den Olympischen Spielen 1952 gleich in drei Disziplinen Gold für die Tschechoslowakei: im Marathonlauf, über 10 000 und über 5 000 Meter. Als Emil nach einem seiner Triumphe im finnischen Helsinki noch seine Ehrenrunde drehte, bescherte Dana der Familie Zátopek eine weitere Goldmedaille in ihrer Disziplin, dem Speerwurf.
18. September 2007Wenn Werke lange dauern
'Werke dauern lange - so lange, wie sie uns beschäftigen. Je länger sie dauern, umso reicher können sie werden.' Diese Worte stammen vom Architekten Günther Behnisch, der für die 1972er Olympiade in München das berühmte Zeltdach konstruierte. In einer anderen deutschen Olympiastadt steht das Werk, von dem ich Ihnen heute erzählen möchte:
17. September 2007Ein Großer geht, ein Dicker kommt
Heute vor 25 Jahren dämmerte die sozialliberale Koalition ihrem Ende entgegen: Die vier FDP-Minister Gerhart Baum, Josef Ertl, Hans-Dietrich Genscher und Otto Graf Lambsdorff legten ihre Ämter nieder. Zurück blieb ein enttäuschter Bundeskanzler Helmut Schmidt, der genau wusste, was ihm blühte:
14. September 2007Keine gute Geschenkidee
Vor einem Jahr (s. Newsletter vom 14. September 2006) berichteten wir, welch tolles Geschenk ein Fahrrad sein kann. Heute möchte ich Ihnen von einem weniger tollen Geschenk erzählen. Der Hintergrund: Ein Mann ging als kleiner Knirps oft und gern in den Zirkus. Viele Jahre später saß er als Erwachsener wieder dort, im selben Haus. Irgendwann kam ein Elefant vorbei, stellte sich auf den Manegenrand, schlang seinen Rüssel vorsichtig um den Mann, hob ihn in die Höhe und setzte ihn behutsam auf den besten Platz in der ersten Reihe. Stolz wandte sich unser Mann an seinen neuen Sitznachbarn:
13. September 2007Wieder mal der Elch
Der Elch ist Tier des Jahres 2007; deshalb wird er in unserem Newsletter auch so oft erwähnt. Heute möchte ich Sie in diesem Zusammenhang auf die Webseite von Astrid Hensel lotsen. Geben Sie einfach bei 'google' diesen Namen ein - und klicken Sie dann auf den ersten Treffer: Hensel Kommunikation. Die Linkleiste, die dann erscheint, weist an sechster Stelle von links den Button "Elche" auf.
12. September 2007Hähnchenschenkel mit den Fingern?
Vor einiger Zeit stellte sich während eines Restaurantbesuchs die Frage, ob Hähnchenschenkel in der Gastronomie mit den Fingern gegessen werden dürfen. Meine Nachbarin erinnerte sich daran, gelesen zu haben, dass in einem Restaurant Geflügel - Schenkel inklusive - allein mit Messer und Gabel verzehrt wird. Mir fiel daraufhin ein, dass ich vor Jahren einmal auf folgende Antwort einer kanadischen Gastronomieexpertin zu eben jenem Thema gestoßen war:
11. September 2007Brillanter Akademiker, bescheidener Bootsführer
Albert Einstein war noch längst nicht für den Nobelpreis vorgesehen, als er von einem Journalisten gefragt wurde, wie denn wohl die Öffentlichkeit auf seine Relativitätstheorie reagieren werde. Die Antwort des später preisgekrönten Forschers lautete:
10. September 2007Haarige Angelegenheit
Welcher Mann, der Perücke trägt, bekennt sich öffentlich dazu? Heute tun das nur noch englische Juristen. Stolz weisen sie damit auf ihre noblen Stand hin - und ihre Macht. Zeige mir Deine Frisur, und ich sage Dir, wer Du bist: Dieser Spruch besaß nicht nur auf der britischen Insel seit dem frühen Mittelalter seine Geltung. Langes - allerdings echtes - Haar war bis zur ersten Jahrtausendwende das Privileg des Adels.
7. September 2007Ein kriegerischer König
Morgen ist der 850. Geburtstag des englischen Königs Richard I. Obwohl - oder vermutlich gerade weil - er sein Land nur zehn Jahre lang regierte und von diesen nur zehn Monate auf der heimatlichen Insel weilte - ranken zahlreiche Legenden um seine Herrschaft. Allen gemeinsam ist die Lichtgestalt, als die Richard geschildert wird:
6. September 2007Fußball mit der Hand
Sie spielen nicht mit elf Mann, sondern mit 15; der Ball ist nicht rund, er ist oval, und in dem Tor, das die Spieler anvisieren, steht kein Torwart. Das wäre auch nicht ratsam, denn die Stangen sind so hoch, dass selbst eine Giraffe Schwierigkeiten hätte, Schüsse abzuwehren. Die Rede ist von Rugby, genauer gesagt: von Rugby Football.
5. September 2007Der Körperteil, der uns am häufigsten im Weg steht
Glaubt man dem polnischstämmigen schwäbischen Satiriker Gabriel Laub, ist der Kopf jener Teil des Körpers, der uns am häufigsten im Weg steht. Doch im Ernst: Mehr als 13 Millionen Bundesbürger sind es, die mittlerweile regelmäßig unter Kopfschmerzen leiden. Die Ursachen sind vielfältig, nur eine davon ist mit Sicherheit auszuschließen: dass Kopfschmerzen eine faule Ausrede sind.
4. September 2007Wenn Bauern nicht mehr anbauen wollen
Eine Kuh macht muh, viele Kühe machen Mühe: Wie sonst ist es zu erklären, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland in den letzten 15 Jahren um ein Drittel zurückgegangen ist? Ein Jahr nach der Wiedervereinigung waren es noch weit über eine halbe Million, bis heute sind 366 000 übrig geblieben. Das Höfesterben hält unvermindert an.
3. September 2007Als in Schweden das Chaos ausbrach
Heute vor 40 Jahren brach in Schweden das Chaos aus. Unsere nördlichen Nachbarn hatten irrtümlich einen Elch zum Ministerpräsidenten gewählt, und schon wenige Stunden später lief im ganzen Land nichts mehr. Am meisten - alteingelesene Bezieher dieses Newsletters ahnen es bereits - mussten die Autofahrer unter der neuen Politik leiden. Die wurde zwar, ich gebe es zu, nicht von einem Elch gestaltet, schrieb den Schweden jedoch vor, als letztes kontinentaleuropäisches Land nach 231 Jahren Linksverkehr auf Rechtsverkehr zu wechseln.
31. August 2007Wer braucht da noch Fernsehen?
Im Jahre 1926 stellte der amerikanische Entwickler des Radios, Lee De Forest, fest: 'Während also das Fernsehen theoretisch und technisch machbar erscheint, halte ich es kommerziell und finanziell schlicht für eine Unmöglichkeit. Das ist eine Entwicklung, auf die wir möglichst keine Zeit verschwenden sollten.'
30. August 2007Sprachpanscher 2007
Morgen wird der Sprachpanscher des Jahres 2007 gekürt. Träger dieser fragwürdigen Auszeichnung - der Verein Deutsche Sprache e.V. vergibt sie jedes Jahr aufs Neue - war 2006 der baden-württembergische Ministerpräsident Günter Oettinger. Seine etwas dämliche Einschätzung, 'Englisch wird die Arbeitssprache, Deutsch bleibt die Sprache der Familie und der Freizeit, die Sprache, in der man Privates liest', verhalf ihn zum ungeliebten Titel.
29. August 2007Das Handy der Hirten
Kürzlich vermeldete die Süddeutsche Zeitung, das Alphorn sei früher das Handy der Hirten gewesen. An diesem Satz ist nichts auszusetzen - außer dem Wörtchen 'früher'. Dazu muss gesagt werden, dass auch der Verfasser der Zeilen, die Sie gerade lesen, lange Zeit einem weit verbreiteten Irrtum aufgesessen war: So berichteten wir über das vier Meter lange, unten gebogene und mit einer weiten Öffnung versehene Instrument (s. Newsletter vom 21. September 2006), es könne aufgrund seiner Länge nur auf langgestreckten Gebirgswiesen installiert werden und lasse sich kaum transportieren.
28. August 2007Die Kunst, Kompliziertes einfach zu sagen
Heute vor fünf Jahren wurde er für sein Lebenswerk als profiliertester deutscher Kritiker mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Wie man ein guter Kritiker werde, ist Reich-Ranicki einmal gefragt worden. Seine Antwort lautete:
27. August 2007Eine teure Variante des Murmelspiels
Handelt es sich um eine teure Variante des Murmelspiels, wie uns der britische Krimiautor Gilbert Keith Chesterton weiszumachen versuchte? Oder einfach nur um einen verdorbenen Spaziergang? Das meinte der deutsche Satiriker Kurt Tucholsky.
24. August 2007Als die Bundesliga laufen lernte
1963 spielte die Fußball-Bundesliga zum ersten Mal. 16 Vereine traten seitdem Woche für Woche an, um den deutschen Meister zu ermitteln. Am Ende siegte der 1. FC Köln. Heute vor 44 Jahren fanden die ersten acht Begegnungen statt. Von allen Beteiligten gehörte nur der Hamburger SV über die gesamte Zeit Deutschlands höchster Spielklasse an. Alle übrigen 15 Vereine sind bereits mindestens einmal abgestiegen. Einer kehrte nie mehr in die Eliteliga zurück:
23. August 2007Der Imagewandel des Plastiksacks
Gestern war der sozialistische Stoffbeutel der heimliche Hauptdarsteller unseres Newsletters. Heute ist es sein kapitalistischer Bruder: der Plastiksack. Ich benutze absichtlich einen etwas despektierlichen Ausdruck, weil mir das leider aus der Mode gekommene Accessoire des Ostmenschen wesentlich sympathischer ist. Das muss aber nicht so bleiben. Kürzlich las ich in einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung, dass die vielgescholtene Plastiktüte ihres wesentlichen Negativmerkmals verlustig zu gehen scheint: Sie wird nach Gebrauch nicht mehr sofort weggeschmissen.
22. August 2007Bye bye Stoffbeutel
Woran erkennen Sie einen Ostmenschen? Einen Ostmenschen erkennen Sie erst bei genauerem Hinsehen: daran, dass er immer einen Stoffbeutel mit sich führt. Der Brauch stammt noch aus den Zeiten, als die sozialistischen Staaten Osteuropas unter einem Mangel jener begehrter Güter litten, die nicht ausschließlich der Befriedigung der Grundbedürfnisse dienten - und die ohne jegliche Vorankündigung oder gar Zurschaustellung in den Auslagen über die Ladentheke gingen.
21. August 2007Ein nicht mehr ganz frischer Kaugenuss
In Finnland wurde jetzt ein 5000 Jahre alter Kaugummi gefunden. Der Tisch, unter dem er geklebt hatte, war weggefault. Aber im Ernst: Unsere Vorfahren kannten bereits im dritten vorchristlichen Jahrtausend eine kaugummiähnliche Substanz, die sie aus Birkenrinde herstellten. Wenn man diese erhitzt, entsteht eine Art Teer. Den muss man kochen und anschließend abkühlen. Wenn die Masse wieder fest wird, erwärmt man sie erneut und hat schließlich ein kaufähiges, genießbares Material.
20. August 2007Zeit seines Lebens verkannt
'Wie der Spieler seiner tollen Sucht, wie der Trinker der Begierde Krallen, wie der Leichnam ist dem Wurm verfallen, so verfiel ich dir, o sei verflucht!' - Der da so eindrucksvoll seine Laster beschreibt, ist der französische Dichter Charles Baudelaire. Mit 'dir' ist die holde Weiblichkeit gemeint, und um es sich vollends mit dieser zu verscherzen, hat er sein Gedicht 'Der Vampir' genannt. Baudelaire war ein Meister der Kunst, andere vor den Kopf zu stoßen. Doch formulierte er dabei so brillant, dass ihm fast niemand ernsthaft böse sein konnte.
17. August 2007Wie man eine gute Idee killt
'Wenn Sie heute irgend eine Idee killen wollen', sagte der amerikanische Ingenieur und Erfinder der Batteriezündung sowie des elektrischen Anlassers, Charles Kettering, 'brauchen Sie nur dafür zu sorgen, dass ein Komitee darüber berät.' Eine gute Idee hatten Berliner Galopprennfreunde im Jahr 1868, als sie beschlossen, im Hoppegarten Pferderennen zu veranstalten. Diese entwickelten sich zu einem der traditionsreichsten Sportereignisse in Deutschland.
16. August 2007Erst auf Sand, dann auf Öl gesetzt
Der Klondike im Nordwesten Kanadas ist 160 Kilometer lang, recht seicht und fließt sehr ruhig seiner Mündung in den Yukon entgegen. Außer schmackhaften Lachsen, die von Indianern und Bären gefangen wurden, schien er nichts Besonderes zu beinhalten. Jedenfalls bis zum heutigen Tag vor 111 Jahren:
15. August 2007Die Schweizer Post als Vorbild
Alljährlich verleiht der Verein Deutsche Sprache (VDS) den fragwürdigen Titel des Sprachpanschers - an Leute, die unsere deutsche Sprache misshandeln (s. Newsletter vom 23. November 2005). Einer der Preisträger der Vergangenheit ist Klaus Zumwinkel. Der Post-Chef kam zu zweifelhaften Ehren für überflüssiges Denglisch.
14. August 2007Ein Hit auf Latein
A capella-Interpretationen kommen nicht so leicht in die Hitparade. Vor allem dann nicht, wenn es sich um ein Kirchenlied aus dem 14. Jahrhundert handelt, das im lateinischen Original vorgetragen wird. Es gibt aber Ausnahmen. Eine davon war das Stück 'Gaudete' der englischen Folk-Rockgruppe Steeleye Span. Das Lied schaffte es im Jahr 1973 bis auf Platz 14 der britischen Single-Charts. Es handelt von der Ankunft des Herrn auf dieser Welt, die für die Gläubigen ein Grund zum Frohlocken ist:
13. August 2007Tölpel und Pfuscher auf der ganzen Linie?
'Linkshändige Kinder schielen, stottern, schlurfen, taumeln, watscheln wie Robben auf dem Land. Sie sind linkisch im Haus, Tölpel und Pfuscher auf der ganzen Linie'. Dieser Meinung war der britische Kinderpsychologe Cyril Burt, der im letzten Jahrhundert praktizierte. Bis heute haben Linkshänder mit Vorurteilen zu kämpfen, wird von einem vermeintlichen auf weitere Defizite geschlossen. In unserem Sprachgebrauch scheint sich diese Einstellung verewigt zu haben:
10. August 2007Dieses blöde Wort
'Ich hätte gerne eine Packung Acetylsalicylsäure.' Der Apotheker fragt nach: 'Sie meinen Aspirin?' - 'Genau', antwortet der Chemiker, ich kann mir bloß dieses blöde Wort nie merken!' Dieses blöde Wort hat heute Geburtstag:
9. August 2007Eine böse Entdeckung
Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine böse Entdeckung: Mit dieser Erkenntnis stand der Göttinger Professor Georg Christoph Lichtenberg im zu Ende gehenden 18. Jahrhundert noch ziemlich alleine da. Heute sieht die Wissenschaft die Entdeckung Amerikas aus einem anderen Blickwinkel:
8. August 2007Die Bayern und ihr Bier
Vor einem Jahr war an dieser Stelle (siehe unseren Newsletter vom 8. August 2006) die Rede von Bier. Warum nicht auch heute?, Bier also, so ist auf der lehrreichen Webseite http://www.bierundwir.de zu lesen, war bis zum 16. Jahrhundert eine norddeutsche Angelegenheit. Allein in Hamburg soll es im ausgehenden Mittelalter 600 Brauereien gegeben haben. Davon sind heute 18 übrig geblieben - und in diese Zahl ist noch das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein eingerechnet. Unser Bierzentrum ist jetzt Bayern:
7. August 2007Sechs Forscher werden zu Helden
Ein Floß treibt seit 100 Tagen über den Pazifik. An Bord sind sechs Männer. Sie haben das Fahrzeug selbst gebaut. Es ist aus Balsa gefertigt, einem sehr weichen Holz, wird mit Hanftauen zusammengehalten und weist weder einen Nagel noch sonst ein Metallstück auf. Ein ähnliches Gefährt müssen vor anderthalb Jahrtausenden Indianer benutzt haben, um die 8000 Kilometer lange Strecke von Peru nach Polynesien zu bewältigen.
6. August 2007Nagen Sie die Abdeckleiste an!
Über Bedienungsanleitungen kann man sich prächtig amüsieren. Der Bonner General-Anzeiger hat einmal besonders skurrile Beispiele zum Besten gegeben. Einige Kostproben gefällig? 'Hochangeschlagene Qualität kann geschlagen, gehämmert und gefalten werden', wurde da in einer Gebrauchsanweisung behauptet. Nicht schlecht war auch das folgende Fachchinesisch:
3. August 2007Wie man niemals alt wird
Ein 70-jähriger Millionär heiratet eine bildhübsche Zwanzigjährige. 'Wie hast du das bloß gemacht?', fragt ihn voller Bewunderung ein Freund. 'Ganz einfach', antwortet der reiche Mann, 'ich habe ihr gesagt, ich sei 95.' Nun, ganz so einfach war es bei dem Bund der Ehe, den am 3. August 1957 der zu jener Zeit vielleicht weltbeste Cellist Pablo Casals einging, nicht. Der Spanier zählte keine 95, auch nicht 70, sondern 80 Lenze; und seine Angetraute Marta Montanez aus Puerto Rico war statt der 20 im eingangs erzählten Witz doch schon 21. Das Geheimnis der Beziehung bestand vielleicht darin, dass diese keine Konkurrenz für eine andere Art von Symbiose darstellte:
2. August 2007Wo Deutsche gerne arbeiten
Weniger als zwei Prozent der Arbeitnehmer aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union verdienen ihr Geld im Ausland. Die meisten von ihnen sind Pendler, die in Grenzregionen wohnen. Etwas anders ist die Situation bei deutschen Arbeitnehmern:
1. August 2007Jeden Tag auf der Bühne
Jeden Tag stand er auf der Bühne, jeden Tag veranstaltete seine Band ein Konzert. Den vollbärtigen Sänger und Gitarristen mit der lustigen Nickelbrille konnte das Publikum schon von weitem identifizieren: Jerry Garcia trug immer ein blaues T-Shirt. Geld verdienen war seine Sache nicht:
31. Juli 2007Ein sehr praktisch veranlagter Orden
In Kirchenkreisen kursieren einige nicht ganz ernst gemeinte Anekdoten über die Jesuiten, die eins gemeinsam haben: Alle heben die praktischen Veranlagung dieser Ordensbrüder hervor. Ein Beispiel hatten wir Ihnen bereits in einem unserer früheren Newsletter vorgestellt (siehe Ausgabe vom 2. März). Hier ist ein weiteres:
30. Juli 2007Ein junger Mensch namens Rotkäppchen
Es war einmal ein junger Mensch namens Rotkäppchen; sie lebte mit ihrer Mutter am Rande eines großen Waldes. Eines Tages bat ihre Mutter sie, ihrer Großmutter einen Korb frischen Obstes und natriumarmen Mineralwassers zu bringen. Dieses beileibe nicht, weil es sich hier um eine typische Frauenarbeit handelt, sondern weil eine derartige Handlungsweise hilft, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu erzeugen. Schließlich ist die Großmutter auch keinesfalls krank, sondern im Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Kräfte, von daher also durchaus in der Lage, ihr Leben als reife Erwachsene selbst in die Hand zu nehmen
27. Juli 2007Eine Party, auf der nicht viel geredet werden muss
Eine Party, definierte einmal ein Witzbold, ist ein Beisammensein von Leuten, die sich nichts zu sagen haben - und das auch ausgiebig tun. Was aber ist so schlimm daran? Man kann sich durchaus auch nonverbal austauschen - vorausgesetzt, die Aufmerksamkeit wird vom Gesagten auf das Gezeigte übertragen. Nehmen Sie nur mal die so genannten Tupperpartys:
26. Juli 2007Ein Traum der doch noch wahr werden könnte
’Ich habe einen Traum’, sprach der US-Bürgerrechtler Martin Luther King anno 1964 (siehe unseren Newsletter vom 16. Januar 2006), ’dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern allein nach ihrem Charakter beurteilen wird.’ Dieser Traum ist nicht in Erfüllung gegangen.
25. Juli 2007Nicht immer ist es für einen Künstler besser, tot zu sein
’Das Wichtigste, was das Publikum von einem Komponisten verlangt’, lautete die traurige Erkenntnis des Schweizer Komponisten Arthur Honegger, ’ist, dass er tot ist.’ Ähnlich sah es sein Kollege Gustav Mahler, der in Wien als Hofoperndirektor amtierte. Wenige Tage vor seinem Tod beklagte er sich vor seinen Freunden:
24. Juli 2007Wenn die Biene stirbt, lebt bald auch kein Mensch mehr
Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben: keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr. Das sagte Albert Einstein. In den USA, so schreibt die Süddeutsche Zeitung, sind seit dem letzten Herbst mehr als ein Viertel aller Bienenvölker Opfer eines rätselhaften Todes geworden. Ein Ende des Massensterbens ist nicht abzusehen, die Ursache dafür noch nicht gefunden. Nur eins weiß man, sagt Dieter Wittmann vom Institut für Bienenkunde an der Universität Bonner:
23. Juli 2007Bruderkrieg in der Wüste
Der 23. Juli ist Nationalfeiertag in Ägypten. Der 23. Juli ist ebenfalls Nationalfeiertag im benachbarten Libyen. Grund genug, könnte man annehmen, diesen Tag gemeinsam mit einer großen Feier zu begehen, zumal beide Länder in der Libyschen Wüste aneinander grenzen. Gemeinsam begehen wollten die Staatschefs Anwar as Sadat und Muammar al Ghadafi diesen Tag schon. Daher setzten sie heute vor 30 Jahren ihre Armeen in Gang.
20. Juli 2007Warum halten Kellner die Hand hinter dem Rücken?
Schon im alten Ägypten hielten die Diener - nicht nur beim Weineinschenken - die linke Hand hinter dem Rücken. So war sichergestellt, dass sie ihren Herren nichts Böses antun, sie weder vergiften noch erstechen konnten. Im antiken Rom wurde dem bedienenden Sklaven die linke Hand auf den Rücken gebunden, da¬mit er kein Gift ins Glas schütten konnte. Die Angst, vergiftet zu wer¬den, hielt sich bis zur Ritter¬zeit:
19. Juli 2007Die Bundesrepublik im Geschwindigkeitsrausch
Was waren das noch für Zeiten, als in Deutschland jeder so schnell fahren durfte, wie er wollte und sein Auto beziehungsweise Motorrad konnte. Tatsächlich gab es, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 23. Januar 1953 bis zum 31. August 1957 in der Bundesrepublik überhaupt keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Nicht einmal in der Ortschaft, geschweige denn auf Landstraßen und Autobahnen! Die einzige Temporegel fand sich in der Straßenverkehrsordnung:
18. Juli 2007Ein Krieg, in dem kein Schuss fiel
Kennen Sie die Petersilieninsel? Müssen sie auch nicht, denn das unbedeutende Eiland vor der marokkanischen Küste ist gerade mal einen halben Kilometer breit und zählt nur ein paar Dutzend Einwohner. Die haben alle vier Beine und einen Bart und werden von zwei Männern bewacht. Als sich eines Tages zu den Ziegen und Hirten marokkanische Soldaten gesellten und die Regierung in Rabat die Insel zu ihrem Hoheitsgebiet erklärte, war es mit der Idylle vorbei. Spanien fühlte sich auf den Schlips getreten:
17. Juli 2007Freude für die ganze Welt
Johnny Cash sang das Lied in der Country-Version, Mahalia Jackson intonierte es als Gospel. Die Kelly-Familie stimmte den Song im Chor an, Mariah Carey röhrte ihn solo. Placido Domingo schmetterte die Verse in der Oper. Briten und Amerikaner versuchen sich daran in der Kirche oder unterm Weihnachtsbaum, Neuseeländer und Australier gerne auch in der Badewanne.
16. Juli 2007Der Zug der Plastikenten
Die Briten und Iren sind bestens auf die Invasion vorbereitet. Diesen Sommer soll sie stattfinden, natürlich - wie das bei Inselnationen traditionell der Fall ist - an der Küste. Begonnen hat sie vor 15 Jahren:
13. Juli 2007Schon wieder Freitag der 13.
Ist Ihnen der Begriff 'Paraskavedekatriaphobie' schon einmal über den Weg gelaufen? Wenn Sie ihn im Internet auf der Wikipedia-Seite eingeben, erscheint dort der Zusatz: ‚So wird die krankhafte Angst vor einem Freitag dem 13. genannt. Dieses Phänomen kann im Einzelfall so weit führen, dass Betroffene Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag den 13. nicht aus dem Bett trauen.’ Alles halb so wild, meint dagegen das Internet-Newsportal Spiegel online:
12. Juli 2007Bedauerlicher Betriebsunfall?
Am 9. Juli 2006 stieg im Berliner Olympiastadion das Finale um die Fußball-WM: Frankreich verlor zuerst Zinedine Zidane durch Platzverweis und anschließend das Spiel. Gegner Italien hatte zuvor die gastgebende Elf aus dem Turnier geworfen. Den Spiegel online-Kolumnisten Adrian Schimpf reut die nationale Schmach heute noch. Gern erinnert es sich dagegen an das siegreiche Viertelfinale gegen Argentinien:
11. Juli 2007Gedanken zum Weltbevölkerungstag
Heute ist der Tag der Weltbevölkerung der Vereinten Nationen: Da werden die 6,6 Milliarden Menschen, die Ende 2006 auf der Erde lebten - und die rund 80 Millionen, die jedes Jahr hinzukommen - zum Thema gemacht. Doch finden Sie nicht auch, dass solche Zahlen schwer vorstellbar sind? Was sagt uns die Tatsache...
10. Juli 2007Argumente für den Klimaschutz
Letzten Freitag veröffentlichte der ehemalige US-Vizepräsident und heutige Umweltaktivist Al Gore unter der Überschrift 'In zehn Jahren ist alles zu spät' einen Beitrag in der Süddeutschen Zeitung. Darin hieß es, alle Kinder dieser Welt hätten das Recht, von uns Erwachsenen größere Anstrengungen beim Klimaschutz zu verlangen. Doch was kann jeder Einzelne von uns, was können Sie konkret tun?
9. Juli 20071-3-5-7-9-7-5-3-1
Sie ist 520 Meter lang und 10 Meter breit. Für Fahrzeuge ist sie gesperrt, denn die würden ohnehin nicht durchpassen: 30 000 Fußgänger, die das berühmte Bauwerk täglich passieren, verhindern die Überquerung. Der Journalist Hans-Jörg Schmidt - seit dem Zusammenbruch des Kommunismus ist er Korrespondent in der tschechischen Hauptstadt - schreibt:
6. Juli 2007Ein Versprechen, das nicht gehalten wurde
Heute ist Staatsfeiertag - leider nur in unserem Nachbarland Tschechien. Auch der Anlass war ein trauriger: Am 6. Juli 1415 wurde der böhmische Reformator Jan Hus als Ketzer auf dem Konzil zu Konstanz verbrannt. Hus hatte zuvor die katholische Kirche wegen ihrer Anhäufung weltlichen Besitzes getadelt:
5. Juli 2007Unparteiisch, aber mit Humor
Vor einem Jahr empfahl ich das Buch 'Kleine Weltgeschichten' mit den Nachrufen aus der Feder des Schweizer Journalisten Willi Wottreng (siehe unseren Newsletter vom 5. Juli 2006). Vor ein paar Tagen ist ein neues Werk des Zürcher Autors über ein Gangsterduo erschienen, das er selbst so beschreibt:
4. Juli 2007Ein nationaler Held
'Geboren werden, leben, essen, trinken und sterben, das kann auch ein Insekt', fand Giuseppe Garibaldi. Für den italienischen Freiheitskämpfer war die Berufung als Krone der Schöpfung mit höheren Aufgaben verbunden: 'Ein Mensch lebt, um nützlich zu sein. Und der Wert eines Menschen wird bestimmt durch den Nutzen, den er seinen Mitmenschen bringt.' Nutzen hat Garibaldi seinen Mitmenschen jede Menge gebracht:
3. Juli 2007Was entgegnen Sie einem Elchleugner?
Manchmal schreiben mir Leser. Selten, aber wenn in diesem Newsletter die Rede vom Elch ist (zuletzt am 27. Juni), häufen sich die Zuschriften. Falls Sie jetzt kombinieren, dass mir auf jenen Beitrag zwei Leser geschrieben haben - liegen Sie haarscharf richtig.
2. Juli 2007Als der einmillliardste Chinese geboren wurde
Heute vor 25 Jahren fand in China eine Volkszählung statt. An dessen Ende verkündete die Regierung - schon auch mit Stolz, aber noch mehr mit Besorgnis - dass die Volksrepublik als erstes Land der Erde die Grenze von einer Milliarde Einwohnern durchbrochen hatte.
29. Juni 2007Ein Schaf namens Jan
Heute vor einem Jahr wurde Radprofi Jan Ullrich des Dopings überführt: Sein Name fand sich auf der Kundenliste des spanischen Arztes Eufemio Fuentes, dessen Spitzname nach dem von ihm verabreichten Mittel Epofemio lautet.
28. Juni 2007Ein Bayer in New York
Heute vor 40 Jahren starb ein deutscher Schriftsteller, der heute - wie ich finde zu Unrecht - ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Das passierte ihm schon einmal, allerdings zu Lebzeiten. Damals hatten die Nationalsozialisten bei ihrer öffentlichen Bücherverbrennung "vergessen", seine Werke mit ins Feuer zu werfen. Dagegen protestierte Oskar Maria Graf in einem offenen Brief in der Wiener 'Arbeiter-Zeitung', der weltweit Aufsehen erregte (s. auch unseren Newsletter vom 10 Mai 2006).
27. Juni 2007Was macht eigentlich der Elch?
Lange nichts mehr von unserem Lieblingstier gehört, dem Elch, - finden Sie nicht auch? Höchste Zeit also, das zu ändern. Doch ich muss Sie enttäuschen: Aktuelle Nachrichten gibt es leider nicht. Kein Schaufeltier, das in letzter Zeit die Kollision mit einem Auto, Panzer oder Schienenfahrzeug gesucht hätte; zumindest ist mir nichts davon zu Ohren gekommen.
26. Juni 2007Ein modernes Märchen
Es war einmal ein armes Mädchen, das wohnte auf einer großen Insel. Obwohl es an einer Universität fremde Sprachen studiert und sogar ein Jahr im Ausland angehängt hatte, fand es keine ihrer Qualifikation entsprechende Arbeit. Dann starb ihre Mutter - mit 45. Als sie ihren Märchenprinzen kennenlernte und von ihm ein Kind erwartete, schien sich ihr Schicksal zum Guten zu wenden.
25. Juni 2007Die teuerste Stadt der Welt
Die teuerste Stadt der Welt ist laut einer vom Nachrichtenmagazin Spiegel online veröffentlichten Rangliste die russische Metropole Moskau. Verglichen wurden in der Studie rund 200 verschiedene Ausgabenposten - von der Wohnung über Nahrung und Kleidung bis hin zu öffentlichem Nahverkehr und Kino.
22. Juni 2007Produkte höchster Qualität
Zwei Beamte treffen sich morgens um zehn auf dem Flur ihres Dienstgebäudes. Der eine fragt den anderen: 'Können Sie auch nicht schlafen?' Dieser Witz legt nahe, dass unsere Staatsdiener nicht den besten Ruf in der Bevölkerung genießen. Zu Unrecht, findet der Fernseh-Entertainer Jürgen von der Lippe und reißt sich zu einem flammenden Bekenntnis hin:
21. Juni 2007Gnade für Grönland?
In Grönland, auf der größten Insel der Welt - Deutschland passt mehr als sechsmal hinein! - dürfen zwar Golfturniere gespielt werden (siehe unseren Newsletter vom 12. Oktober 2005), aber keine Fußball-Länderspiele. Der Grund ist die Kleinlichkeit des Weltverbandes FIFA:
20. Juni 2007Ein Kompromiss zum Sommeranfang
’Fortuna lächelt, doch sie mag nur ungern voll beglücken. Schenkt sie uns einen Sommertag, so schenkt sie uns auch Mücken’:
19. Juni 2007Mit einem Ballon um die Welt
Heute vor fünf Jahren startete der US-Milliardär Steve Fossett zu seiner Weltumseglung im Ballon. Ist er eigentlich schon zurück? Entschuldigen Sie den schlechten Scherz, aber in meiner Vorstellung dauert eine Umrundung in einem gasgefüllten Überzug mit angehängtem Bastkorb eine halbe Ewigkeit. Sie soll ja auch nicht ganz ungefährlich sein.
18. Juni 2007Erfolgreiche Strukturhilfe
Zunächst stand nur die wirtschaftliche Ankurbelung einer strukturschwachen Region im Vordergrund, als heute vor 80 Jahren in der Nähe des Städtchens Adenau der Nürburgring eingeweiht wurde. Der Kurs führte in einer 22,8 Kilometer langen Schleife rund um die höchste Erhebung der Eifel - und war damit eine der längsten, anspruchsvollsten und leider auch gefährlichsten Motorsportstrecken der Welt.
15. Juni 2007Schutz vor Sonne und Wind
Wer es sich im Wilhelminischen Deutschland leisten konnte, verbrachte seinen Urlaub in einem der vornehmen Seebäder an der Ostsee. Eine solche wohlhabende Dame - so ist auf der Internet-Seite www.strandkorb.basisinfos.de nachzulesen - war Elfriede Maltzahn.
14. Juni 2007Wo Männer noch Männer sind
Argentinien und Uruguay sind Staaten, in denen Männer noch Männer sind und Frauen am Herd stehen. Mit einer Ausnahme: Am Grill hat die holde Weiblichkeit nichts zu suchen. Allenfalls das Fleisch darf frau besorgen. Von der Auswahl der Grillkohle über das Würzen der Steaks bis hin zum Braten ist der Rest Männersache. In den Ländern beiderseits des Rio de la Plata wird der Asado, also das Essen vom Grill, zelebriert wie in Japan eine Teezeremonie.
13. Juni 2007Der Aff, der saudumme!
In München, berichtet der Schriftsteller Oskar Maria Graf, hatte ein Künstler einen leeren Laden gemietet. Er hing seine Riesenleinwand auf und malte drauflos. Sonst scherte er sich um nichts. Draußen sammelte sich eine Menschenmenge an. Die Leute schimpften:
12. Juni 2007120 000 Euro für jeden Einwohner
In Norwegen leben mittlerweile 10 000 deutsche Auswanderer. Damit liegt das Fjordland, so schreibt das Nachrichtenmagazin Spiegel online, auf Platz vier der beliebtesten Langzeit-Ziele in Europa - hinter Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Doch was finden viele Deutsche so toll an Norwegen?
11. Juni 2007Womit Sie ein Leben lang glücklich sein werden
’Willst du für eine Stunde glücklich sein, so betrinke dich. Willst du für drei Tage glücklich sein, so heirate. Willst du für acht Tage glücklich sein, so schlachte ein Schwein und gib ein Festessen. Willst du aber ein Leben lang glücklich sein, so lege dir einen Garten an.’
8. Juni 2007Wenn Tote Post bekommen
Die Deutsche Post wirbt mit Vorzugspa¬keten um Kunden. Ein solches Angebot, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur, schickte der Gelbe Riese jüngst an den Maler Stephan Lochner in Köln. Dort hängt - im berühmtesten Gebäude der Rheinmetropole - auch sein berühmtestes Bild: der Altar der Stadtpatrone. Schade, dass Lochner das Angebot nicht annehmen konnte.
6. Juni 2007Wer darf morgen zu Hause bleiben?
Morgen ist Fronleichnam. Zumindest in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, wo die Zeilen, die Sie gerade lesen, produziert werden, ist dieser Tag ein Feiertag. Unser Newsletter wird morgen daher nicht erscheinen. Die Entscheidung, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu begehen, stammt aus dem Jahr 1264.
5. Juni 2007Ist der Umweltschutz ein Jobkiller?
’Gott sei Dank, dass die Menschen noch nicht fliegen können und den Himmel ebenso verschmutzen wie die Erde:’ Das sagte Mitte des 19. Jahrhunderts der amerikanische Schriftsteller, Philosoph und Naturliebhaber Henry David Thoreau. Wie Recht er behalten hat! Heute, am Internationalen Umwelttag, ist es Zeit, sich über die Bewahrung unseres Lebensraums Gedanken zu machen.
4. Juni 2007Jedes Ding hat drei Seiten
Menschen, die unversehens in Fallen stolpern, die der Alltag für sie bereit hält: Das war der Stoff, aus der Karl Valentin seine Komik bezog. Oder, wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia schreibt:
1. Juni 2007Eine durch Ausmelken des Euters gewonnene Emulsion
Heute geht es um eine - so steht es in der Online-Enzyklopädie Wikipedia - 'Nährflüssigkeit, die weibliche Säugetiere aus Drüsen abgeben und von der sich die Jungtiere zunächst ernähren. Sie ist eine Emulsion aus Fett-Tröpfchen in Wasser'. Etwas anders formuliert es der Gesetzgeber:
31. Mai 2007Heute ist Weltnichtrauchertag
Raucher sind soziale Menschen. Nicht nur, dass sie davon Abstand nehmen, sich über ihre nicht rauchenden Artgenossen zu beschweren. Sie geben ihnen auch gerne etwas ab von dem, was sie konsumieren. Von einer gerauchten Zigarette bekommt der, der daran zieht, nur ein Viertel mit. Der Rest vermischt sich mit der Raumluft. Doch nicht jeder der Anwesenden freut sich über ein solches Geschenk.
30. Mai 2007Die Wiege der deutschen Demokratie
Nicht weit von Neustadt an der Weinstraße ragt aus einem Hügel das Hambacher Schloss. Dorthin pilgerten am 27. Mai 1832 rund 30 000 Menschen zu einem Fest. Eingeladen hatten die liberalen Journalisten Philipp Jakob Siebenpfeiffer und Johann Georg August Wirth, um gegen die reaktionäre Politik der deutschen Fürsten zu protestieren.
29. Mai 2007Wo bitte geht es zum Roten Platz?
In der Sowjetunion erzählte man sich früher folgenden Witz: Ganz aufgeregt wurde Leonid Breschnew zugetragen, auf dem Roten Platz vor dem Kreml säßen essender Weise mindestens 100 Menschen. ’Lasst sie doch essen’, sagte der Parteichef nur. Wenig später traf eine zweite Nachricht ein: ’Jetzt sitzen und speisen dort schon 1000 Leute.’ Breschnew blieb unbeeindruckt:
25. Mai 2007Ein Krimi, der vor Gericht weitergeht
Vor einem Monat noch berichteten wir über den Welttag des geistigen Eigentums (s. Newsletter vom 26. April) und mokierten uns über China. Jetzt ist bei uns ein Fall von Ideenklau in die Schlagzeilen geraten. Es geht um den Krimi ‚Tannöd’ von Andrea Maria Schenkel.
24. Mai 2007Mit 66 Jahren
‚Dass deine Hände immer etwas zu tun haben, deine Füße immer flink sind, du immer fest verankert bist, wenn der Wind sich wieder dreht, dass dein Herz froh ist und deine Lieder stets gesungen werden, dass Du für immer jung bleibst’:
23. Mai 2007Das älteste Tier der Welt
Vor knapp einem Jahr starb in einem australischen Zoo das älteste Tier der Welt. Es wurde 1830 auf den Galapagos-Inseln geboren, und kein Geringerer als der Begründer der Evolutionstheorie, der britische Forscher Charles Darwin, hat es fünfjährig von dort mit in seine Heimat mitgenommen.
22. Mai 2007Was vor einem Jahr die Bayern verunsicherte
Wissen Sie noch, was heute vor einem Jahr geschah? Richtig, da hatte erstmals seit dem Jahr 1835 ein in freier Wildbahn lebender Bär wieder bayerischen Boden betreten. Zunächst hieß das in Slowenien geborene Tier 'JJ1': Die Bezeichnung setzte sich aus den Anfangsbuchstaben der Namen des Vaters (Joze) und der Mutter (Jurka) sowie der Tatsache zusammen, das es sich um das Erstgeborene des Bärenpärchens handelte.
21. Mai 2007Eine Erfindung, die dem Erfinder nichts einbrachte
Wenn Sie im Internet auf einer Suchseite die Begriffe 'Windsurfen' und 'Witz' miteinander kombinieren, wird Ihnen auf ganz vielen Seiten folgende Geschichte angeboten: Ein bereits recht hungriger Hai schwimmt im Meer herum. Plötzlich erblickt er einen Windsurfer. 'Perfekte Mahlzeit', denkt er, 'noch dazu mit Brett und Serviette'.
18. Mai 2007Ein sicheres Urteil über die Kunst
Kennen Sie die Situation? In geselliger Runde sollen Sie sich spontan über ein Kunstwerk äußern. Doch leider haben Sie keinen Schimmer und laufen Gefahr, sich zu blamieren. In einer solchen Situation empfiehlt 'The Old Farmer's Almanac Book of Everyday Life':
16. Mai 2007Ein Vorläufer der SMS
Morgen ist Christi Himmelfahrt. Da erscheint unser Newsletter nicht. Morgen ist aber auch Weltfernmeldetag. Inzwischen denken wir bei diesem Stichwort nur an Telefon, E-Mail oder SMS. Bei der wohl reduziertesten Form der fernmündlichen Kommunikation - ausgeschrieben heißt sie übrigens Short Messenger Service - ist man ja gezwungen, sich kurz zu fassen:
15. Mai 2007Wenn Sie Ihre Bahn verpasst haben
Stellen Sie sich vor, Sie hetzen zur Haltestelle, erreichen in letzter Sekunde die Treppe hinab zur U-Bahn - und müssen feststellen, dass sich Ihr Zug gerade in Bewegung setzt. Das ist kein schönes Szenario. Jetzt stellen Sie sich bitte noch dazu vor, dass Sie in Bonn wohnen und Ihre Haltestelle 'Haus der Geschichte' heißt.
14. Mai 2007Das hätte ins Auge gehen können!
Klaus Augenthaler hatte als Spieler großen Anteil daran, dass die deutsche Elf 1990 in Italien Fußball-Weltmeister wurde. Seine Erfolge als Trainer können da noch nicht ganz mithalten. Immerhin gelang es ihm mit Bayer Leverkusen, in der Champions League einmal Real Madrid mit 3:0 nach Hause zu schicken.
11. Mai 2007Mensch gegen Maschine
Solange ich Schachweltmeister bin, wird mich kein Computerprogramm schlagen': Mit Recht konnte Garri Kasparow dies behaupten - jedenfalls so lange, bis die Firma IBM ihren 'Deep Blue' entwickelte. Das erste Aufeinandertreffen Mensch gegen Maschine ging im Jahr 1996 noch mit 4:2 für Kasparow aus. Der Rückkampf dagegen endete heute vor zehn Jahren mit einem 3,5:2,5-Triumph des Computers.
10. Mai 2007Bücher, die man gelesen haben muss?
Heute ist der Tag des Buches in Deutschland. Er wird jedes Jahr am 10. Mai in Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 durch die Nationalsozialisten begangen. Heute geht es aber nicht um verbotene Werke, sondern um angepriesene, genauer: um ein Buch mit lauter Leseempfehlungen. Es heißt '1001 Bücher, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist' und wurde vom britischen Literatur-Professor Peter Boxall herausgegeben.
8. Mai 2007Nichts für Bequeme
Die Statistik ist ein spanisches Gasthaus: Jeder findet darin das, was er sucht. An einem solchen Satz mag etwas dran sein, denn Umfragen werden meist so formuliert, wie der Auftraggeber vorgibt - damit am Ende das gewünschte Ergebnis herauskommt. Ein Spaßvogel brachte es wie folgt auf den Punkt:
7. Mai 2007Ein Meilenstein der Technik?
'An der Schreibmaschine zu sitzen und zu tippen: 'Kapitel 1' - das ist wie ein Stromstoß.' Diesen Worten der Schriftstellerin Daphne du Maurier verlieh eine Erfindung, die heute vor 50 Jahren vorgestellt wurde, eine ganz neue Bedeutung:
4. Mai 2007Deutschlands einziger privater Großzoo
Was machen Sie am Wochenende? Wenn Sie in Hamburg wohnen, könnten Sie ja zu Hagenbeck gehen. So heißt der Tierpark in der Hansestadt, der vor 100 Jahren, am 7. Mai 1907, seine Tore für die Besucher öffnete.
3. Mai 2007Wölfe eifern Elchen nach
Wenn in diesem Newsletter von Tieren die Rede ist, dann häufig in Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. Wie wir bereits mehrfach festgestellt hatten, führt der Elch unangefochten die Rangliste der Vierbeiner an, die sich gerne überfahren lassen. Jetzt bekommt er Konkurrenz von einem Tier, das früher bei uns heimisch war, sich aber in den letzten beiden Jahrhunderten rar gemacht hat.
2. Mai 2007Ein Lied für Deutschland?
"Auferstanden aus Ruinen/Und der Zukunft zugewandt,/Lass uns dir zum Guten dienen,/Deutschland, einig Vaterland:" So beginnt das Lied, das der erste frei gewählte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Mazière, als neue Hymne des wiedervereinigten Deutschlands vorschlug. Getextet hat es Johannes R. Becher, vertont wurde es von Hanns Eisler. Sein Makel:
30. April 2007Gut fürs Vieh - schlecht für die Börse
Jugend, Liebe, Gesang und all das, was schön ist im Leben: Das ist der Mai - zumindest nach den Worten des amerikanischen Dichters Henry Longfellow, der im 19. Jahrhundert lebte.
27. April 2007Ein Wahrzeichen wird 70
Kennen Sie Nuestra Senora de los Dolores? Vermutlich nicht, denn der Ort, den spanische Missionare 1776 unter diesem Namen an einer Bucht der Westküste Nordamerikas gründeten, wurde erst später nach dem Heiligen Franz von Assisi umbenannt. Damals fand die USA ausschließlich an der Ostküste statt. Soeben hatte der junge Staat die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet und befand sich noch in einem aufreibenden Krieg mit der britischen Kolonialmacht.
26. April 2007Piraten, die Produkte plündern
Heute ist der Welttag des geistigen Eigentums. Er wird vor allem in China gefeiert. Pardon, dieser Scherz ist politisch ein wenig unkorrekt. Produktpiraterie gibt es natürlich nicht nur in China. Allerdings haben die USA als Hauptopfer dieser Praxis die Welthandelsorganisation um Hilfe ersucht, um ausdrücklich der Produktpiraterie im bevölkerungsreichsten Land der Erde einen Riegel vorzuschieben. Das Ausmaß empfinden die Amerikaner als unzumutbar hoch:
25. April 2007Wintersportvergnügen bei sommerlichen Temperaturen
Sie sind schon auf Sommer eingestellt, nicht wahr? Spätestens seit letztem Jahr wissen wir jedoch, dass der Winter im April noch einmal zurückschlagen kann. Dennoch mutet es sonderbar an, dass in der Deutschen liebsten Wintersportart ausgerechnet mitten im Frühling die Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Dieses Jahr allerdings dürften die Temperaturen am Austragungsort der Eishockey-WM moderat bleiben, denn die Kufencracks jagen ab dem kommenden Wochenende in Moskau dem Puck hinterher.
24. April 2007Schlaue Kaninchen
Über Tiere wird an dieser Stelle gern berichtet. Vor ein paar Tagen waren es noch die Elche, heute sind die Kaninchen an der Reihe. 5000 Schlappohren sorgten letzte Woche auf der Autobahn von Budapest nach Wien für Furore, als sie einen Sitzstreik veranstalteten und stundenlang beide Fahrbahnen blockierten.
23. April 2007Die älteste lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt
Wissen Sie noch, was am 23. April 1516 geschah? Ein müder Scherz, ich gebe es zu, über den man erst nach Genuss einiger Biere lachen kann. Damit wäre ich auch schon beim Thema. Heute ist der Tag des Bieres, den der Deutsche Brauer-Bund alljährlich zum Gedenken an den Erlass des Reinheitsgebotes begeht. Die Bestimmung für die Herstellung dieses Getränks ist exakt 491 Jahre alt:
20. April 2007Alles wird gut und mit eHealth sogar noch besser!
Gestern machte ich mich wohl ein wenig zu stark über unser neues elektronisches Gesundheitswesen lustig. Ich nehme alles zurück, behaupte das Gegenteil und zitiere das Europäische Zentrum für Medienkompetenz:
19. April 2007Englisches Kauderwelsch im deutschen Gesundheitswesen
Was bringt die Telematik im Gesundheitswesen für eine bessere, patientenorientierte Versorgung in Europa? Diese Frage steht im Mittelpunkt der eHealth Conference 2007, die von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt vorgestern in Berlin eröffnet wurde und heute zu Ende geht. Telematik? eHealth? Was sind das denn für neumodische Begriffe, werden Sie jetzt vielleicht einwenden. Damit stehen Sie nicht allein, denn auch der Verein Deutsche Sprache (VDE) moniert zumindest das englische Lehnwort, das falsch verwendet würde.
18. April 2007Kalkulierende Kurzwarenhändler, irrende Institute, betrunkene Seeleute
Einer der Väter der Statistik ist der heute vor 333 Jahren gestorbene John Graunt: Der Londoner Kurzwarenhändler interessierte sich auch für die Mathematik und erstellte die erste Sterbetafel für die britische Metropole, anhand derer erstmals halbwegs zuverlässige Schätzungen der Bevölkerungszahl einer Großstadt möglich waren. Graunt wusste wohl damals schon von allerlei Tricks, mit denen man Statistiken manipulieren kann:
17. April 2007Schweden rätseln über Elch-Unfälle
'Schweden rätseln über immer mehr Elch-Unfälle'. Liebe Schweden, was gibt es da zu rätseln? Würdet ihr regelmäßig diesen Newsletter lesen, wüsstet ihr Bescheid: Das liebste Hobby des seltsamen Tieres mit langen Beinen und schwerem Kopf besteht darin, sich überfahren zu lassen:
16. April 2007Drei Schiffe spielen Schicksal
Heute vor 400 Jahren segelten drei Schiffe der London Company in die Chesapeake-Bucht im heutigen US-Staat Virginia. An Land gingen die 105 Männer, Frauen und Kinder aber erst einen Monat später. Nach ihrem damals regierenden König tauften sie den Platz auf einer Flusshalbinsel, wo sie mit dem Bau eines Holzforts begannen.
13. April 2007Karriere im Exil
Heute ist zwar Freitag, der 13. - aber keine Angst: Nachdem ich schon zweimal auf den dieses spezielle Datum (siehe Newsletter vom 13.10. und 13.1.2006) eingegangen bin, möchte ich Sie heute damit verschonen. Lieber blicke ich zurück auf den 13. April 1977.
12. April 2007Ein universales Genie
Am kommenden Sonntag jährt sich die Geburt eines Menschen, den man guten Gewissens als Universalgenie bezeichnen kann. Für unseren Newsletter ist das ein Grund, ein paar Tage vorauszuschauen:
11. April 2007Beleidigungen bitte nur auf den Anrufbeantworter
Im Stellenteil der Zeitungen geht es selten gleich los mit den Anzeigen. Die erste Seite ist dem Arbeitsleben allgemein gewidmet; dort geht es um Berufe, Bewerbungen und das Bildungswesen. Eine beliebte Rubrik, der man in allen Gazetten auf dieser Seite begegnet, heißt Arbeitsrecht. Darin aufgeführt sind Präzedenzfälle, an denen sich Werktätige in verwandten Branchen und auf ähnlichen Positionen orientieren können. Leider nicht immer:
10. April 2007Möchten Sie Ihre Kusine beeindrucken?
Siegfried Wolff war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Zeitung. Einen Doktortitel besaß er auch, den hatte er 1912 an der Universität Tübingen erworben. Und er war ein begeisterter Leser von Franz Kafka. Dem berühmten Schriftsteller aus Prag schrieb er heute vor 90 Jahren folgenden Brief
5. April 2007Danke, liebe Schweizer!
Die Schweizer sind uns die liebsten Nachbarn - was den Fußball anbetrifft. Sie waren der Partner im ersten Länderspiel einer deutschen Nationalelf. Heute vor 99 Jahren fand es in Basel statt und ging zwar verloren, aber mit 3:5 doch recht ehrenvoll.
4. April 2007Schuld und Sühne, Krieg und Frieden
Russische Autoren sind berüchtigt für ihre langen Romane. Kein Wunder, dass sich zwei von ihnen unter den Top Ten der angelesenen und anschließend nie wieder berührten Meisterwerke befinden:
3. April 2007Bücher fürs Regal
Mal ganz ehrlich: Wie viele Bücher stehen bei Ihnen im Regal, bei deren Lektüre Sie nie über die ersten Zeilen hinausgekommen sind? In Großbritannien, schreibt jetzt die Süddeutsche Zeitung, wurde vor kurzem in einer Umfrage die Rangliste der nicht zu Ende gelesenen Romane ermittelt.
2. April 2007Eine sonntägliche Fahrt zum Arbeitsplatz
Heute muss ich mich bei den Auszubildenden unter unseren Leserinnen und Lesern entschuldigen. Hatte ich doch in der letzten Ausgabe geschrieben, sie alle müssten am 1. April nichts befürchten, da dieses Datum 2007 auf einen Sonntag gefallen sei. Damit hatte ich die Betroffenen jedoch nur in eine trügerische Sicherheit gewiegt!
30. März 2007Eine Angelegenheit für Überlegene
Übermorgen ist es wieder mal so weit, und Sie müssen sich vorsehen, damit Sie nicht zu den Gefoppten eines - meist harmlosen - Scherzes gehören. Es gibt eine Erklärung, nach der der Aprilscherz in Deutschland geboren wurde:
29. März 2007Scharfer Senf aus Düsseldorf
Harald Schmidt gehörte mal zum Ensemble, Volker Pispers ging aus ihm hervor, und auch Ernst Hilbich und Thomas Freitag waren dort fest angestellt: im Düsseldorfer Kom(m)ödchen.
28. März 20073 Dinge, die man tun sollte, bevor man 30 ist?
Höchste Zeit, den Schauspieler Axel Prahl einmal zu interviewen. Das tat auch das Hochschulmagazin Unicum. Leider wurden dabei dämliche Fragen gestellt à la 'Welche drei Dinge sollte man erlebt haben, bevor man 30 ist?'
27. März 2007Beiße nie die Hand, die dich füttert!
Heute ist der Internationale Tag des Theaters. Und meistens, wenn von den Brettern, die die Welt bedeuten, die Rede ist, darf der Hinweis auf eine Zunft nicht fehlen, die aufs Engste mit ihr verbunden ist: die der Kritiker.
26. März 2007Wer hat an der Uhr gedreht?
Mit dem Ausbau des europaweiten Eisenbahnnetzes wurde eine einheitliche Zeit immer wichtiger, kam aber erst am 1. April 1893 zustande. Seit diesem Tag gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Zeit. Ab 1916 wurden dann immer wieder Versuche gestartet, die Sommerzeit einzuführen.
23. März 2007Alle reden vom Wetter. Die WMO redet vom Klima.
Das Thema Nummer 1 des Smalltalks - aus gegebenem Anlass: Heute begeht die in Genf beheimatete Weltorganisation der Wetterfrösche den Welttag der Meteorologie.
22. März 2007Wer das hat, braucht keinen Menschen mehr
'Von den vielen Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern sich aus eigenem Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte', behauptete der Literatur-Nobelpreisträger Hermann Hesse.
21. März 2007In Schichten aufgebautes Ökosystem, dauerhaft mit Gehölzen bewachsen
Heute möchte ich mit Ihnen über ein in Schichten aufgebautes Ökosystem sprechen, das dauerhaft mit Gehölzen bewachsen ist. Sie ahnen es vielleicht schon: Die Rede ist von unserem Wald. Wussten Sie, dass er eine eigene Seite im Internet hat?
20. März 2007Und wie feiern Sie den Beginn des Frühjahrs?
'Laue Luft kommt blau geflossen; Frühling, Frühling muss es sein.' So frohlockte, durch und durch romantisch, der Dichter Joseph von Eichendorff. Sehr viel nüchterner sind die Gedanken, die sich der zeitgenössische italienische Schriftsteller Carlo Manzoni in diesem Zusammenhang macht.
19. März 2007Begrenzte Haltbarkeit
Erinnern Sie sich noch an diesen Werbespruch: 'Ich bin schon drin'? Der Werbespruch kam auch an - aber er entwickelte sich nicht zum Klassiker. Das gelingt nur ganz wenigen Motti.
16. März 2007Das neue Gesicht der Armut
Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein: Diese Worte legte der Dramatiker William Shakespeare seinem Titelhelden Julius Caesar in dem Mund. Von der römischen Antike bis zum frühneuzeitlichen England Shakespeares schien sich an der Wertschätzung der Dicken wenig geändert zu haben.
15. März 2007Kleine Geschichte der Bürokommunikation
Vor 134 Jahren begann die amerikanische Firma Remington mit der Serienproduktion von Schreibmaschinen. Viele Jahre später wurden sie von einer Entwicklung überholt, die Sie in den kommenden sieben Tagen wieder mal aus nächster Nähe miterleben können - denn heute startet in Hannover die Computermesse CeBit.
14. März 2007Die meistverkaufte Zeitschrift der Welt
Laut Eigenwerbung war sie die meistverkaufte Zeitschrift der Welt. Von der Konkurrenz unterschied sich das Magazin schon durch das handliche Din-A5-Format: Da man die Hefte bequem im Regal aufbewahren konnte, wanderten sie nicht so schnell in den Papierkorb.
13. März 2007Vom Medikamenten- zum Medienskandal
Heute vor 40 Jahren erhob die Staatsanwaltschaft Aachen Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung. Daraus entwickelte sich das bis dahin aufwändigste Gerichtsverfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte.
12. März 2007Protestantische Lieder, die auch Katholiken gut finden
'Geh aus, mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit an deines Gottes Gaben. Schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.' Dieser schlichte Vers stammt von Paul Gerhardt, dem wohl berühmtesten protestantischen Lieddichter.
9. März 2007Woher stammen die Feiertage?
Im Moment herrscht Fastenzeit, und bis zum nächsten Feiertag ist es noch ein bisschen hin. Dann können sich die angestellten Arbeitnehmer unter uns gleich auf zwei freie Tage freuen: Karfreitag und Ostermontag. Bleibt also reichlich Zeit, sich einmal mit der Herkunft der Feiertage zu befassen:
8. März 2007Olymp für Gattinnen, Sekretärinnen und Assistentinnen
Berufsfrauen spielen im Weltbild des Chefs keine Rolle. Da ist es doch höchste Zeit, diese Zustände zu reformieren, und welcher Tag würde sich besser zu einem Signal in dieser Richtung eignen als der Internationale Frauentag, der heute begangen wird.
7. März 2007Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist
Unsere Ernährungssünden heißen Kaffee, Zucker, Salz oder Fett. Diese Nahrungsmittel, so warnen zahlreiche medizinische und andere wissenschaftliche Studien, schaden unserer Gesundheit. Es gibt aber auch andere Studien, die das Gegenteil behaupten:
6. März 2007Der Tod einer guten Geschäftsidee
Auf den ersten Flohmärkten im postkommunistischen Russland waren Glühbirnen der Renner - besonders die kaputten. Wie konnte das gehen?
5. März 2007Und wenn sie nicht gestorben sind, dopen sie noch heute
'Hoch wie die Hämatokritwerte der Fahrer türmen sich die Berge vor ihnen auf': Mit diesen Worten berichtete der ZDF-Reporter Klaus Angermann über eine Alpenetappe der skandalgeschüttelten Tour de France 1998. Seitdem hat sich noch viel mehr Negatives im Radsport ereignet:
2. März 2007Harte Zeiten für Glühbirnen
Die australische Regierung hat beschlossen, Glühbirnen in Zukunft per Dekret nicht mehr zu verwenden. Denken Sie bitte nicht, dies sei ein Witz! Erzählen Sie lieber einen bei Ihrem nächsten Smalltalk; und warten Sie nicht zu lange, damit Ihre Zuhörer mit dem Begriff 'Glühbirne' noch etwas anfangen können.
1. März 2007Calypsokünstler und Kriegsgegner
'Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden', sagte der Künstler rückblickend auf seine Karriere. Eine solche zu starten ist schließlich nicht so einfach, wenn man Sohn eines Schiffkochs und einer Hilfsarbeiterin ist und in Jamaika zur Welt kommt.
28. Februar 2007Im Märzen der Bauer den Autotank füllt
Morgen beginnt zwar der März, aber Pferde setzen Bauern hierzulande schon lange nicht mehr ein. Seit sie zwischen der Herstellung von Nahrung und Energie wählen können, verliert auch die dritte Strophe des eingangs zitierten Kinderliedes allmählich ihre Gültigkeit:
27. Februar 2007Helm auf am Gerät
Die Tatsache, dass in dem Newsletter, den Sie gerade lesen, so häufig über die Ex-Bundeshauptstadt berichtet wird, ist keineswegs dem Faktum geschuldet, dass der Schreiber dieser Zeilen ebendort sein Dasein fristet. Vielmehr liegt es daran, dass sich in Bonn eine Menge bewegt:
26. Februar 2007Der Mann in Schwarz
Heute hätte ein amerikanischer Country-Star seinen 75. Geburtstag gefeiert, doch leider ist er bereits im Jahr 2003 gestorben. Die New York Times nannte ihn den 'ersten zornigen Poeten unter den Country-Sängern', und das US-Magazin Life bescheinigte ihm ein 'Gesicht wie aus einem Steckbrief'.
23. Februar 2007Woher stammt der Begriff „Small Talk“?
Als eifrige Leserin oder Leser dieses Newsletters werden Sie sich bestimmt schon mal gefragt haben, woher der Begriff stammt, um den es hier so häufig geht: den Small Talk.
22. Februar 2007Selbstmord aus Verzweiflung – der Schriftsteller Stefan Zweig
Vor einigen Monaten gedachten wir noch des 125. Geburtstags des Schriftstellers Stefan Zweig. Nun ist wieder ein Jubiläum von ihm, wenn auch ein sehr trauriges: Heute vor 65 Jahren starb er.
21. Februar 2007Jeden Tag eine gute Tat
Jeden Tag eine gute Tat: Das ist das Motto der Jugendlichen in tiefblauen Hemden und kurzen Hosen, Schlapphüten und roten Halstüchern. Alles begann mit einem Buch für die britische Armee mit dem Titel 'Anleitung zum Kundschafterdienst':
20. Februar 2007Welche Karnevals-Unsitten nerven?
Wo an Fasching oder Karneval der Spaß für jeden Einzelnen aufhört, fragte das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag des evangelischen Monatsmagazins Chrismon.
16. Februar 2007Alle mal malen?
Auch ohne bunte Bärchen bleibt den Bonnern ein Alleinstellungsmerkmal, wenn auch nur in Schwarz-Weiß: Es sind die Gäste-Porträts, die ein älterer Herr in Kneipen und Biergärten der Stadt anfertigt. Die Annäherung an seine Objekte verbindet der Künstler stets mit der Frage: 'Alle mal malen?'
15. Februar 2007Aus den Klöstern in die Welt
Schon im Mittelalter wurde in den Kölner Klöstern am Donnerstag vor Karneval die Pfaffenfastnacht gefeiert. Besonders in den Nonnenklöstern muss es dabei hoch hergegangen sein. Der schöne Brauch hat sich bis in die Neuzeit fortgesetzt.
14. Februar 2007Kein guter Tag, um Weisheit zu lernen
'Ein jedes Alter hat seine Triebfedern', schrieb der französische Philosoph und Pädagoge Jean-Jacques Rousseau in seinem Erziehungsroman 'Émile': 'Mit 10 Jahren wird der Mensch durch Kuchen geleitet, mit 20 durch die Geliebte, mit 30 durch die Vergnügungen, mit 40 durch den Ehrgeiz, mit 50 durch den Geiz. Wann folgt er nur der Weisheit?'
13. Februar 2007Australienurlauber aufgepasst!
Australien hat sich in den letzten zu einem beliebten Urlaubsland entwickelt. Aber auch zu einem gefährlichen: Seit Beginn unseres noch nicht so fortgeschrittenen Jahrhunderts sind down under nicht weniger als 2433 Touristen ums Leben gekommen.
12. Februar 2007Aldrin Buzz und Armstrong Neil
Es gibt schon komische Vornamen. Die größte Ballung finden Sie in der Besetzungsliste des Films 'Die wilden Kerle IV'. Am Wochenende las ich von einem US-Altastronauten, der nach einem US-Altastronauten benannt wurde. Kennen Sie Aldrin Buzz?
9. Februar 2007Panzerfahrer aufgepasst!
Als regelmäßiger Leser dieses Newsletters wissen Sie, wer in Deutschland Tier des Jahres 2007 ist. Genau, der Elch! Jetzt ist in Bayern ein Exemplar dieser Gattung aufgetaucht. Raten Sie mal, in welchem Zusammenhang!
7. Februar 2007Nicht nur Kaffee kochen und Fingernägel lackieren!
Die Frage, was Sekretärinnen wirklich umtreibt zwischen Kaffee- und Rauchpause - wenn sie nicht gerade telefonieren, auf nostalgischen Schreibmaschinen klappern, den Chef bedienen, sich die Nägel lackieren oder die Keksdose plündern - wird Ihnen, ebenfalls mit einem Augenzwinkern - auf der Bühne beantwortet:
6. Februar 2007Worauf man stolz sein kann, wenn man aus Bonn kommt
Heute kann ein Bonner seine Heimat nicht mehr mit 'Ich komme aus der Hauptstadt' vorstellen. Immerhin bleibt dem Bonner ein anderes Alleinstellungsmerkmal seines Heimatortes, auf den er in der Fremde verweisen kann. Aus Bonn stammen nämlich die Gummibärchen der Firma Haribo.
5. Februar 2007Ein Land, das nicht zur Ruhe kommt
Die Aufnahme stammt aus dem Nationalpalast von Mexiko-Stadt, und es ist der 6. Dezember 1914. In Europa herrscht Krieg, in Mexiko siegt die Revolution. Im Präsidentenstuhl Platz genommen hat der Revolutionär Francisco Villa, den alle nur Pancho nennen.
2. Februar 2007Frau am Steuer
Das Statistische Bundesamt hat soeben die Studie 'Unfälle im Straßenverkehr nach Geschlecht 2005' veröffentlicht. Darin steht, dass bei rund 79.000 schweren Verkehrsunfällen mit Verletzten oder sogar Toten Frauen eindeutig die Schuld trugen. Und wie sieht es bei den Männern aus?
1. Februar 2007Wie viel Lob verträgt ein Mensch?
Heute vor 40 Jahren wurde Bruno Kreisky zum Vorsitzenden der Sozialistischen Partei Österreichs gewählt. Es folgte eine Karriere, in deren Verlauf er von 1970 bis 1983 als Bundeskanzler die Geschicke unseres Nachbarlandes führte. Und das machte er großartig:
31. Januar 2007Der Monat, in dem Sie mehr Geld ausgeben dürfen
Der Februar, behaupten böse Zungen, ist der Monat, in dem wir merken, dass unser Monatslohn in achtundzwanzig Tagen ebenso wenig reicht wie in einunddreißig. Warum eigentlich?
30. Januar 2007Ein Rekord für die Ewigkeit
Er hatte geschafft, was vor ihm noch keinem US-Staatsoberhaupt gelungen war - und nach ihm vermutlich niemand wiederholen wird. Gleich viermal nacheinander bekleidete Franklin Delano Roosevelt das höchste Amt der Vereinigten Staaten.
29. Januar 2007Diebische Hotelgäste
Mal ganz ehrlich: Haben Sie schon mal etwas aus einem Hotel mitgehen lassen? Vielleicht ein Stück Seife? Dann müssen Sie sich jetzt nicht schlecht fühlen - jedenfalls nicht im Vergleich zu manchen Zeitgenossen, mit denen sich das Gastgewerbe herumzuschlagen hat.
26. Januar 2007Ein Meilenstein auf dem Weg der Anerkennung
Eine 'Zeitschrift von Frauen für Frauen' - so der Untertitel des Magazins, das heute Jubiläum feiert - hatte es bis zu diesem Tag vor 30 Jahren noch nicht gegeben. Höchste Zeit, dachte sich die Journalistin und ehemalige Sekretärin Alice Schwarzer, eine herauszugeben.
25. Januar 2007Gute Zeiten für Gänse
Auch andere Zweifüßler dürfen sich über das milde Wetter freuen, wie folgende Geschichte zeigt: Eine Gans war über Nacht auf dem Eis festgefroren. Das bemerkte ein Fuchs
24. Januar 2007Wenn ein Schiff vornüber fährt ...
Die Grafschaft Devon im Südwesten Englands ist bekannt für ihre malerische Küste und eine raue See. Wenn es mal wieder kräftig gestürmt hat und ein Schiff gekentert ist, verlassen die Menschen ihre pittoresken Häuschen und schauen, was da so alles angeschwemmt wurde.
23. Januar 2007Nie mehr Probleme mit Kokosnüssen
Im Magazin der Süddeutschen Zeitung empfiehlt der Koch Hans Gerlach eine ökonomische Methode der Fruchtfleisch- und Milchgewinnung aus Kokosnüssen:
22. Januar 2007Schnauzbart, Schirmmütze und Blitzlichtgerät
Kennen Sie den Playmobil-Artikel 4609? Es ist ein schnauzbärtiges Männlein mit weißer Schirmmmütze, grüner Jacke und brauner Hose. In der Hand hält er ein riesiges Funkgerät, vor ihm ist ein schwarzer Apparat mit roter Leuchte aufgebaut. Letzte Zweifel, was das Objekt darstellen soll, beseitigt eine orange Signalweste mit dem Aufdruck 'Polizei'.
19. Januar 2007Sind alle PR-Berater Lügner?
Alle PR-Berater sind Lügner. Das behauptet Klaus Kocks, der früher für die Volkswagen AG gearbeitet hat. Als PR-Berater. Nun hat in grauer Vorzeit schon mal jemand einen ähnlichen Satz von sich gegeben:
18. Januar 2007Das deutsche Spiel
Wissen Sie, welche Sportart als das deutsche Spiel schlechthin bezeichnet wird? Fußball kann es nicht sein, denn dessen Mutterland ist England. Nein, es handelt sich um Handball.
17. Januar 2007Warum Muhammad Ali wirklich der Größte ist
An mangelndem Selbstbewusstsein litt der Boxer, der sich selbst 'The Greatest' nannte, keineswegs. 1960 wurde Muhammad Ali Olympiasieger und vier Jahre später Weltmeister bei den Profis. Richtig groß wurde Ali außerhalb des Rings:
16. Januar 2007Superman braucht kein Flugzeug
Muhammad Ali, Boxweltmeister aller Klassen, war für seine Schlagfertigkeit auch außerhalb des Rings bekannt. Einmal aber fand 'The Greatest' doch seinen Meister, oder besser gesagt: seine Meisterin.
15. Januar 2007Generation Praktikum
Früher diente ein Praktikum dazu, noch nicht im Berufsleben Stehenden erste Einblicke in selbiges zu vermitteln. Heute ist daraus ein grauer Markt entstanden, in dem Unternehmen billige Arbeitskräfte auf Zeit finden und Studenten der Geschichte auch heute noch praktische Erfahrungen sammeln können, was denn Karl Marx vor 150 Jahren mit Ausbeutung gemeint hat.
12. Januar 2007Zwischen allen Stühlen?
'Die Juden in Deutschland', stellte ihr Zentralratsmitglied Salomon Korn einmal fest, 'saßen zwischen allen Stühlen.' Für das Fremdeln mitverantwortlich ist das Verhalten vieler anderskonfessioneller Deutscher, die einen Juden - ganz gleich welcher Nationalität - gerne als Israeli bezeichnen.
11. Januar 2007Nur eine kleine Verwechslung
Kürzlich verwechselte ich an anderer Stelle den Vornamen eines berühmten amerikanischen Schauspielers: Aus dem Humphrey machte ich einen Henry Bogart. Ein paar Tage und ebenso viele amüsierte Leserproteste später fand ich den unfreiwilligen Namentausch gar nicht so schlecht.
10. Januar 2007Ein Mord und viele Sündenböcke
'Lass ruhn den Stein - er trifft dein eignes Haupt.' Mit diesem Satz endet das Gedicht einer Schriftstellerin, die heute vor 210 Jahren geboren wurde: Annette von Droste-Hülshoff
9. Januar 2007Ein Vorsatz, den man in die Tat umsetzen kann
Eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Allensbach brachte kürzlich zutage, dass nur jeder dritte an Neujahr gefasste Vorsatz auch in die Tat umgesetzt wird. Vielleicht liegt es ja an der falschen Vorgehensweise!
8. Januar 2007Sie bewegt sich doch, aber das muss man ja nicht so laut sagen
'Und sie bewegt sich doch': Mit diesen Worten wird der italienische Physiker Galileo Galilei gerne zitiert. Wahrscheinlich hat er sie nie gesagt.
5. Januar 2007Schöne neue Medizinerwelt?
Gestern hatte ich ja von dem reichen kranken Mann erzählt, den nur das Hemd eines glücklichen Menschen retten konnte. Heute hätte er bessere Überlebenschancen. Bei der Fahndung nach dem Hemd oder einem anderen Heilmittel hilft die elektronische Gesundheitskarte und – in nicht mehr ferner Zukunft – die elektronische Patientenakte, das elektronische Rezept und der elektronische Arztbrief.
4. Januar 2007Das letzte Hemd
Sterbenskrank lag ein reicher Mann auf seidenen Kissen gebettet. Er ließ die besten Ärzte des Landes in seinen Palast rufen. Nach eingehender Diagnose kamen sie zu dem Schluss, nur eine einzige Therapie könne Heilung bringen: das Hemd eines glücklichen Menschen, zusammengefaltet unter dem Kopf des Kranken.
3. Januar 2007Ein toter Tourist, eine intakte Rolex und Nachwuchs ohne Vater
Der bis zu drei Meter lange Komodo-Waran war bislang noch nicht Gegenstand dieses Newsletters. Das liegt vermutlich daran, dass er nicht besonders sympathisch daherkommt. Er sieht aus wie ein Drache, ist sehr aggressiv, frisst alles – und das mit großem Appetit.
2. Januar 2007Ein toter Mandarin, gute Vorsätze und wenig zu klagen
Der chinesische Mandarin Wan Hu ließ vor einem halben Jahrtausend 57 Feuerwerkskörper an seinem Stuhl anbringen. Seine Absicht war, mit dem Gerät in die Lüfte aufzusteigen.
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