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Nutzen Sie für Ihren Small Talk am 07. August 2012 doch dieses Thema:
Die Griechen als Europas Versuchskaninchen

Die Griechen hatten gerade die Türken aus ihrem Land vertrieben, da hing ihnen schon das nächste Problem am Hals. Die europäischen Großmächte, die sie im Befreiungskampf unterstützt hatten, wollten bei der zukünftigen Gestaltung des hellenischen Staates ein Wörtchen mitreden. Griechenland sollte eine Monarchie werden.

Das Problem der ältesten aller Republiken: Es gab keine königliche Familie. Also musste ein Monarch von außen her. Der sollte weder über eine politische Hausmacht und schon gar nicht über eine schlagkräftige Armee verfügen. Die Europäer suchten einen adligen Befehlsempfänger, den sie den Griechen vorsetzen konnten.

Eine royale Marionette war bald gefunden, und eine irgendwie geartete, durchaus ausbaufähige Bindung ans Zielobjekt existierte auch schon. In Bayern regierte ein König, der vor allem die griechische Antike bewunderte. Ludwig I. brüstete sich mit dem Versprechen, er werde nicht eher ruhen, bis München aussehe wie Athen.

Der Blick vom Odeonsplatz auf die umliegenden Bauten gibt ihm Recht. Günstig traf es sich, dass Ludwig einen nicht ganz achtzehnjährigen Sohn hatte, der noch beschäftigungslos war. Mit Eintritt der Volljährigkeit trat Otto heute vor 180 Jahren eine Herrschaft an, die drei Jahrzehnte dauern sollte.

Erst 1862 wurde der ungeliebte Monarch von der griechischen Nationalversammlung abgesetzt. Von den Verhältnissen in seiner neuen Domäne und den Sorgen seiner Untertanen hatte er keinen Schimmer. Otto schwebten bayerische Verhältnisse vor in einem Land, dessen Leben nicht von der katholischen, sondern der orthodoxen Kirche und Kultur geprägt war.

Politisch war Otto vor allem von den Briten abhängig. Deren Botschafter, Sir Edmund Lyons, hatte für das Verhältnis der Quasi-Kolonialmacht zu seinem Vasallen folgende Worte: „Ein wirklich unabhängiges Griechenland ist eine Absurdität. […] Englands Rolle ist …, dass es sie durchsetzen und jedes Hindernis wegräumen wird, das sich ihm in den Weg stellt.“

König Otto I. sollte kein solches Hindernis darstellen. Der von Politik und Wirtschaft Unbefleckte ließ das Land verkommen. Während andere Nationalstaaten auch ökonomisch aufblühten, lag Griechenland am Boden. Eine vernünftige Infrastruktur wollte sich nicht entwickeln.

Von Ottos Herrschaft hat wenig überlebt. Die Hauptstadt Athen verlor sein ursprüngliches Gesicht und wuchs durch den ungehinderten Zustrom verarmter Landbewohner ins Uferlose - ein Prozess, der bis heute anzudauern scheint. Auf die offizielle Einwohnerzahl von 4 Millionen müssen 3 weitere gepackt werden, um die tatsächliche zu erhalten. Und noch eine Hinterlassenschaft ist den Hellenen geblieben: Das bayerische Reinheitsgebot gilt weiterhin für in Griechenland gebrautes Bier.

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen

Ihr

Ralf Höller
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