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Nutzen Sie für Ihren Small Talk am 01. Februar 2013 doch dieses Thema:
Selkirks Stechzirkel

Daniel Defoe verdiente sein Geld damit, dass er sich von zum Tode verurteilten Verbrechern deren Memoiren diktieren ließ (siehe unseren Newsletter vom 26. April 2011: Auch auf Koptisch, Maltesisch, Inuit).

Die verkaufte er nach der Hinrichtung an sensationslüsterne Zuschauer und Zeitungsleser. Bis er selber die Geschichte eines Todgeweihten las, der sein Abenteuer jedoch überlebte: Alexander Selkirk gab das Vorbild für Defoes Romanhelden Robinson-Crusoe ab.

Am 1. Februar 1709 sichtete ein englisches Schiff, unterwegs im Südpazifik, auf der unbewohnten Insel Más a Tierra ein Feuer. Kapitän Woodes Rogers kam dies, 324 Seemeilen, rund 600 Kilometer, abseits der chilenischen Küste - nun ja - spanisch vor.

Er sandte ein Erkundungsboot aus. „Wenig später“, so Rogers in seinem Bericht, „kehrte unsere Jolle vom Land zurück. Sie führten eine Unmenge Krebse mit sich und dazu einen Mann, in Ziegenfell gekleidet, der wilder aussah, als die, die die Felle zuerst auf dem Leib hatten.“

Nach seinem Namen gefragt, stieß der vermeintliche Schiffbrüchige nur ein langgezogenes, heiseres A-a-a-a-a-lex heraus. Scherz beiseite: Den Gestrandeten gab es wirklich, nur war es weder einem Schiffsunglück noch sonst einem widrigen Zufall zu verdanken, dass er die letzten 4 Jahre und 4 Monate auf Más a Tierra verbracht hatte.

Selkirk, geboren 1676 in Lower Largo in der schottischen Grafschaft Fife, auf der Edinburgh gegenüberliegenden Seite des Firth of Forth, war bereits früh zur See gefahren. Die meisten Quellen bezeichnen ihn als Matrosen, doch muss seine seemännische Karriere in einem höheren Rang geendet haben.

Auch wurde er keineswegs als Gefangener auf dem kleinen, aber trinkwasserreichen und damit fruchtbaren Eiland ausgesetzt. Schon Kapitän Rogers erzählte von einer Reihe nautischer Instrumente, die neben Schiffswerkzeugen bei Selkirk gefunden wurden. Der Einsiedler hatte also sehr wohl den Bau eines Bootes in Erwägung gezogen. Einem unfreiwillig ausgesetzten Delinquenten hätte man weder Werkzeug noch Instrumente dagelassen.

Die These vom nautisch beschlagenen Seemann unterstützt der Archäologe David Caldwell. Der Mitarbeiter des Scottish National Museum gehörte einem Team an, das auf Más a Tierra nach Überresten von Selkirks Aufenthalt grub.

Letzte Zweifel beseitigte der Fund eines Stechzirkels: Mit diesem Hilfsmittel lassen sich auf Seekarten Abstände bemessen. Also müssen Selkirk auch letztere zur Verfügung gestanden haben - ein Zugeständnis, das man einem straffällig Gewordenen nie gemacht hätte. Selkirks eigene Darstellung, er habe sich nach einem Disput mit seinem Kapitän über die Fahrtüchtigkeit ihres Schiffs freiwillig auf der Insel aussetzen lassen, stimmt vermutlich.

1719 veröffentlichte Defoe seinen Roman, welcher der bis heute meistübersetzte in fremde Sprachen werden sollte. Im wahren Leben scheint Defoe seinem wahren Helden nicht begegnet zu sein. Selkirk kehrte zweieinhalb Jahre nach seiner Entdeckung in seinen Heimatort zurück. Doch fand er sich dort nicht mehr zurecht. Es folgten wieder wilde Jahre, geprägt von Suff, Leidenschaften - die in 2 Heiraten resultierten - und einem Beinahe-Totschlag.

Schließlich fuhr Selkirk wieder zur See, versuchte sich nacheinander als Pirat und Piratenjäger und starb am 13. Dezember 1721 vor Afrikas Westküste an Gelbfieber. Danach geriet er in Vergessenheit. Längst trägt seine Insel den Namen Isla Robinsón Crusoe. Und auch der Tag heute vor 303 Jahren, an dem er gefunden wurde. Wird als Robinson-Crusoe-Tag begangen.

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen

Ihr

Ralf Höller
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