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Nutzen Sie für Ihren Small Talk am 23. April 2013 doch dieses Thema:
Die Straße mit 7 Namen

Der 23. April ist der Welttag des Buches. Um dem kosmopolitischen Gedanken dieses Datums gerecht zu werden, möchte ich Ihnen ein kleines Werk vorstellen, das diese Woche erscheint. Es verbindet die Geschichte Österreichs mit derjenigen Italiens und Sloweniens und ruft eine Welt in Erinnerung, die nicht mehr ist.

Zwei ihrer wichtigsten Eckpunkte waren Wien und Triest. Von der Hauptstadt des k. u. k. Monarchie führte zusätzlich zur alten Handelsstraße eine Eisenbahnlinie nach Triest, bis zum Ersten Weltkrieg fünft größter Hafen auf dem europäischen Festland. Die Schienenverbindung firmierte unter der Bezeichnung Südbahn, der Transportweg für Fuhrwerke bekam irgendwann den Namen Kaiserstraße verpasst.

Was vom einstigen Glanz überdauert hat, schildert der Wiener Autor Beppo Beyerl in seinem literarischen Reisebericht, für den er sich von seiner Heimatstadt aus auf die Suche und den Weg machte. Die alte Reichsstraße hat sich mittlerweile in >Die Straße mit 7 Namen, so der Titel des Buchs, verwandelt, führt aber nach wie vor, wie der Untertitel bestätigt, von Wien nach Triest.

Die Südbahn tut das auch, doch gibt es zu der alten Strecke über die slowenischen Städte Maribor und Ljubljana eine modernere und schnellere westliche Alternative via Villach und dem italienischen Udine. Schlimmer noch, vor allem für einen Reiseschriftsteller auf der Suche nach einem stilgerechten Aufbruchsort, ist der Umstand, dass hat die Südbahn ihren traditionellen Startpunkt verloren hat.

Dreimal wurde der Südbahnhof im Verlauf seiner wechselvollen Geschichte abgerissen. Am prächtigsten war das 1874 nach Plänen des Architekten Wilhelm von Flattich fertiggestellte Gebäude. Heute muss sich Beyerl fragen, wo der Südbahnhof gestanden und wie er ausgesehen hat. Natürlich landet der findige Autor auf dem rechten Weg, doch begleiten ihn auf der Strecke schmerzvolle Erinnerungen in Form von geschlossenen Bahnhöfen, demolierten Industrieanlagen und verwahrlosten Wirtshäusern.

Sein Ziel erreicht der Ästhet Beyerl auf der schönsten aller Routen nach Triest: über das heute italienische Städtchen Villa Opicina, wo die seit dem vorletzten Jahrhundert unveränderte Uraltstraßenbahn der Linie 2 sich von der Hochfläche des Karsts auf Meeresniveau hinabwindet, in pittoresken Schleifen, deren Beschaulichkeit immer wieder von atemberaubenden Gefällabschnitten unterbrochen wird. An der Endstation Piazza Oberdan steigt Beyerl aus.

Hier, an der Gedenkstätte für Wilhelm Oberdank, endet die alte Kaiserstraße. Symbolischer könnte kein Platz sein: Guglielmo Oberdan, wie er sich italienisch nannte, unehelicher Sohn einer Slowenin und eines aus dem Veneto stammenden Soldaten der k.u.k. Armee, plante einen Anschlag auf Kaiser Franz Joseph. Seine Absicht wurde verraten, der Attentäter Ende 1882 in einem umstrittenen Prozess hingerichtet. Die Irredentisten kamen so zu einem Märtyrer für ihre bis dahin unerfüllten Träume eines italienischen Triest.

Dies wiederum machte es nach 12 Isonzoschlachten zwischen Österreich und Italien im ersten Weltkrieg den Slowenen unmöglich, ihre berechtigten Ansprüche auf die Stadt umzusetzen. Beppo Beyerl präsentiert sein im Löcker Verlag erscheinendes Buch am 7. Mai. Als Ort hat er sich das Slovenski znanstveni inštitut (Slowenisches Wissenschaftsinstitut) mitten im Zentrum Wiens ausgesucht.

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen

Ihr

Ralf Höller
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