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Der Mann, der den Zweiten Weltkrieg auslöste

„Seit 4 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen“: Mit diesen im Radio übertragenen Worten Adolf Hitlers begann heute vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg. Geschossen wurde anschließend auf die Westerplatte im Danziger Freihafen und auf die polnische Post in derselben Stadt.

Die Vorsilbe 'zurück' hielt freilich einer genauen Überprüfung nicht stand. Es waren die Deutschen, die zuerst schossen. Sie taten dies auf dem Gelände des Senders Gleiwitz, der ihren Angaben zufolge zuvor von polnischen Freischärlern überfallen worden war. Tatsächlich waren es Deutsche, die den Anschlag verübten. Ihr Anführer Alfred Naujocks gab später zu Protokoll (nachzulesen auf der Internetpräsenz des von Jürgen Langowski angelegten NS-Archivs), der Chef des Sicherheitsdienstes, Reinhard Heydrich, habe ihn instruiert, „einen Anschlag auf die Radiostation bei Gleiwitz in der Nähe der polnischen Grenze vorzutäuschen und es so erscheinen zu lassen, als wären Polen die Angreifer gewesen.“

Entsprechend wurde ein Opfer präpariert und nach Gleiwitz transportiert. Es stammte, perfider geht's kaum, aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen. Als der Mann dort ankam, nahm Naujocks ihn in Empfang: „Er war am Leben, aber nicht bei Bewusstsein. Ich versuchte, seine Augen zu öffnen. Von seinen Augen konnte ich nicht feststellen, dass er am Leben war, nur von seinem Atem. Ich sah keine Schusswunden, nur eine Menge Blut über sein ganzes Gesicht verschmiert. Er trug Zivilkleider.“

Gemeinsam mit 5 Komplizen, alle mit polnischen Uniformversatzstücken und Haarschnitten nach polnischer Militärmode ausgestattet, drang Naujocks in den Dienstraum unterhalb des hölzernen Sendeturms ein. Die wenigen Angestellten dort wurden überwältigt, gefesselt und in einen Kellerraum gesperrt. Anschließend verkündete einer von Naujoks Männern, der perfekt Polnisch sprach, die Zeit für eine Auseinandersetzung zwischen Polen und Deutschland sei gekommen und der Sender Gleiwitz fest in polnischer Hand.

Die Ansprache endete mit „Hoch lebe Polen!“ Später drapierte man 2 weitere Insassen aus Sachsenhausen, denen vorher eine tödliche Injektion verabreicht worden war, mit Schusswunden, sodass alles nach einem polnischen Überfall aussah. So konnte Hitlers Wehrmacht ab 4 Uhr 45 zurückschießen.

Alfred Naujocks nahm im Lauf des Krieges an weiteren verdeckten Aktionen teil, die Vorwände für kriegerische Vergeltungsschläge liefern sollten; unter anderem in Dänemark. Auch bei diesen Provokationen wurden Menschen gezielt getötet. In den letzten Kriegsmonaten lief Naujocks zu den Alliierten über. Außer einer dreijährigen Haftstrafe in Dänemark hatte er keine juristischen Folgen zu tragen. Naujocks starb 1966 in Hamburg, wo er die letzten 14 Jahre seines Lebens verbracht hatte, als, wie es so schön heißt, ehrenwerter Geschäftsmann.

Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen

Ihr

Ralf Höller
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